Tether meldet 1,04 Milliarden US-Dollar Gewinn und startet KPMG-Audit
Tether verzeichnet im ersten Quartal einen Milliarden-Gewinn und beginnt eine umfassende Finanzprüfung durch KPMG.
Der weltgrößte Stablecoin-Herausgeber Tether hat im ersten Quartal 2026 einen Nettogewinn von rund 1,04 Milliarden US-Dollar erzielt. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen den Start seiner ersten umfassenden Wirtschaftsprüfung durch die renommierte Prüfungsgesellschaft KPMG.
Rekordreserven und gewaltige US-Staatsanleihen
Der Emittent des USDT baute seinen finanziellen Puffer auf ein neues Allzeithoch von 8,23 Milliarden US-Dollar aus. Dieser Puffer dient als zusätzliche Absicherung zwischen den zirkulierenden Token und den tatsächlichen Rücklagen des Unternehmens.
Von den insgesamt knapp 192 Milliarden US-Dollar an Reserven entfallen laut Unternehmensangaben etwa 141 Milliarden US-Dollar auf US-Staatsanleihen. Damit positioniert sich das Krypto-Unternehmen als einer der größten globalen Halter amerikanischer Staatsschulden.
Neben den Anleihen hält die Firma physisches Gold im Wert von etwa 20 Milliarden US-Dollar sowie Bitcoin für rund 7 Milliarden US-Dollar. Der aktuelle Quartalsgewinn entspricht in etwa dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Rekordquartal 2024, als stark steigende Krypto- und Goldkurse 4,52 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülten, fällt das Ergebnis jedoch geringer aus.
Erstes KPMG-Audit und politische Aufmerksamkeit
Bislang wurden die Quartalszahlen der größten Kryptowährung ihrer Art lediglich durch einen italienischen Dienstleister per Testat bestätigt. Um auf dem US-Markt weiter Fuß zu fassen, hat die in El Salvador ansässige Firma nun erstmals KPMG mit einer vollständigen Überprüfung beauftragt. Das Audit hat bereits im abgelaufenen Fiskalquartal begonnen.
Der Vorstoß in den regulierten US-Markt bringt für die Smart-Contract-Plattform jedoch auch verstärkte politische Beobachtung mit sich. Kürzlich forderten zwei US-Senatoren vom amtierenden Handelsminister Howard Lutnick formelle Aufklärung über dessen Verbindungen zu dem Offshore-Giganten.


