Coinbase unter Druck: Analysten warnen vor Konkurrenz bei Bitcoin-Derivaten
Compass Point warnt vor wachsender Konkurrenz bei Bitcoin-Derivaten und rät zum Verkauf der Coinbase-Aktie.
Die US-Investmentbank Compass Point hat ihre Verkaufsempfehlung für die Coinbase-Aktie bekräftigt. Analysten warnen vor einem zunehmenden Konkurrenzdruck im Bereich der Bitcoin-Derivate, der die künftigen Umsätze der Handelsplattform belasten könnte.
Wachsender Wettbewerb bei Krypto-Derivaten
Coinbase kämpft auf dem Markt für Perpetual Futures mit starkem Gegenwind. Die Analysten sehen die Preissetzungsmacht der Plattform durch geringe Wechselkosten für professionelle Trader akut bedroht.
Zwar erhielt das US-Unternehmen kürzlich eine Ausnahmegenehmigung der Regulierungsbehörde CFTC für den erweiterten Derivatehandel. Dennoch drängen Mitbewerber wie Kraken, Robinhood und traditionelle Finanzgrößen wie Interactive Brokers massiv in dieses lukrative Geschäftsfeld.
Bitcoin-Futures als hart umkämpfter Markt
Besonders bei Hebelprodukten auf die größte Kryptowährung nimmt die Konkurrenz stetig zu. Die Prognoseplattform Kalshi erhielt kürzlich grünes Licht für sogenannte Bitcoin-Perpetuals.
Parallel dazu plant die Chicago Mercantile Exchange (CME) einen Rund-um-die-Uhr-Handel für BTC-Futures. Diese Alternativen bieten Tradern vielfältige Möglichkeiten, ohne auf die Angebote von Coinbase angewiesen zu sein.
Zudem weisen die Experten auf eine drohende Kannibalisierung innerhalb der Börse hin. Während Coinbase im ersten Quartal 50 Millionen US-Dollar durch Perpetual Futures einnahm, fielen die Umsätze im klassischen Retail-Handel spürbar ab.
Regulierungsrisiken bremsen Wachstum
Ein weiteres Hindernis für die Krypto-Börse sind strenge Hebelbeschränkungen auf dem heimischen US-Markt. Laut den Analysten könnten diese Restriktionen das Handelsvolumen im Vergleich zu Offshore-Plattformen wie Binance strukturell begrenzen.
Compass Point wertet die aktuelle regulatorische Expansion in den USA daher langfristig als negativen Treiber für die Marktanteile von Coinbase. Infolgedessen halten die Marktforscher an einem pessimistischen Kursziel von 140 US-Dollar fest.


