Bitcoin-Miner MARA verkauft BTC für 1,5 Milliarden Dollar und setzt auf KI
Der Mining-Gigant MARA verkauft Bitcoin-Bestände für 1,5 Milliarden US-Dollar, um KI-Rechenzentren auszubauen.
Das Mining-Unternehmen MARA hat im ersten Quartal Bitcoin (BTC) im Wert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar verkauft. Mit diesem Schritt finanziert der Branchenriese Schuldenrückzahlungen und treibt eine strategische Neuausrichtung in Richtung künstlicher Intelligenz (KI) voran.
Strategiewechsel beim Mining-Giganten
MARA verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatzrückgang von 18 Prozent auf 174,6 Millionen US-Dollar.
Gleichzeitig wies der Konzern einen Nettoverlust von 1,3 Milliarden US-Dollar aus. Dieser ist primär auf nicht realisierte Buchverluste der eigenen Krypto-Bestände zurückzuführen.
Um die Liquidität zu stärken und Wandelanleihen im Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen, trennte sich das Unternehmen von einem erheblichen Teil seines digitalen Goldes.
Durch diese Verkäufe fiel MARA vom zweiten auf den vierten Platz der größten börsennotierten Bitcoin-Halter zurück.
Fokus auf KI und High-Performance Computing
Obwohl die größte Kryptowährung das operative Fundament bleibt, kündigte das Management an, vorerst keine groß angelegten Käufe neuer ASIC-Miner zu tätigen.
Stattdessen plant MARA den Ausbau von Hochleistungsrechenzentren. Rund 90 Prozent der nicht gehosteten Kapazitäten könnten künftig für KI-Anwendungen genutzt werden.
Dieser Wandel wird durch konkrete Übernahmen untermauert. Gemeinsam mit Starwood Capital erwirbt das Unternehmen für 1,5 Milliarden US-Dollar das Kraftwerk Long Ridge Energy & Power in Ohio.
Der neue Standort soll langfristig über 600 Megawatt an KI-Auslastung bewältigen.
BTC-Produktion steigt trotz Umstrukturierung
Trotz der neuen Prioritäten verzeichnete das Kerngeschäft im abgelaufenen Quartal ein Wachstum.
Die Hashrate stieg im Jahresvergleich um 33 Prozent auf 72,2 Exahashes pro Sekunde.
Infolgedessen förderte MARA 2.247 BTC, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorquartal darstellt.
Dennoch zeigt das Unternehmen eine klare Abkehr von der bisherigen Branchennorm, geschürfte Coins um jeden Preis in der Bilanz zu halten, und nutzt sie stattdessen als strategische Kapitalreserve.


