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CLARITY Act für Ripple: Gesetz könnte XRP auf 10 US-Dollar treiben

Der bevorstehende CLARITY Act könnte Ripple für Banken öffnen und den XRP-Kurs langfristig auf 10 US-Dollar treiben.

12. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein leuchtendes XRP-Logo auf einem digitalen Kurs-Chart vor dem Hintergrund des US-Kapitols

Eine neue Marktthese bringt einen Kursanstieg von Ripple auf 10 US-Dollar ins Spiel. Grund dafür ist der sogenannte CLARITY Act, dessen Beratung im US-Senat am 14. Mai 2026 ansteht.

Das Gesetz könnte den rechtlichen Weg für globale Banken ebnen, um die Liquidität des XRP-Ledgers im großen Stil zu nutzen. Damit würde das digitale Asset den Sprung von einer spekulativen Anlage hin zu einer institutionellen Marktstruktur vollziehen.

Vom Escrow-Risiko zum Liquiditätspool

Der Entwickler Vincent Van Code argumentiert, dass die regulatorische Klarheit den Token in eine hochgradig liquide Sicherheit verwandeln wird. Dabei rückt das milliardenschwere Treuhandkonto (Escrow) des Krypto-Unternehmens in den Fokus.

Bisher galt dieser Vorrat oft als potenzieller Preisdrücker auf dem Markt. Durch das neue Gesetz könnten diese Reserven jedoch als strategische Liquidität in Automated Market Maker (AMM) fließen.

Ripple könnte Milliarden-Beträge in Pools wie RLUSD/XRP oder EURCV/XRP überführen. Anstatt den zirkulierenden Bestand durch Verkäufe zu verwässern, würde das Kapital tiefe Liquiditätspools für institutionelle Korridore schaffen.

Institutionelle Nutzung des XRP-Ledgers wächst

Globale Finanzinstitute warten auf rechtliche Sicherheit, bevor sie Blockchain-Infrastrukturen in vollem Umfang adaptieren. Der CLARITY Act gilt hierbei als fehlender Baustein für Banken, um gigantische Summen direkt auf der Ledger-Infrastruktur abzuwickeln.

Schon jetzt bilden sich auf dem Zahlungsnetzwerk institutionelle Korridore. Akteure wie Societe Generale und SBI nutzen bereits kompatible Abwicklungsprozesse für den B2B-Bereich.

Um das massive Handelsvolumen der Banken reibungslos zu verarbeiten, benötigt das Netzwerk eine enorme Tiefe. Marktbeobachter schätzen, dass ein Preis von mindestens 10 US-Dollar pro Einheit notwendig wäre, um die geforderte Liquidität auf Bankenniveau zu gewährleisten.

Die sechstgrößte Kryptowährung kämpft seit Jahren mit unklaren Rahmenbedingungen in den USA. Ein gesetzlich verankerter Schutzraum würde dem Token völlig neue Anwendungsfälle im globalen Zahlungsverkehr eröffnen.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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