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US-Senat stimmt über Clarity Act ab: Richtungsentscheidung für Krypto-Markt

Der US-Senatsausschuss stimmt am Donnerstag über den Clarity Act ab, der den Krypto-Markt tiefgreifend regulieren soll.

11. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Das US-Kapitol in Washington mit einer physischen Bitcoin-Münze und einem Richterhammer im Vordergrund.

Der US-Senatsausschuss für Bankwesen stimmt an diesem Donnerstag über den sogenannten Clarity Act ab. Das weitreichende Gesetzgebungsvorhaben soll die Marktstruktur für Bitcoin und den gesamten digitalen Währungssektor in den Vereinigten Staaten offiziell regulieren. Die Abstimmung gilt als entscheidende Hürde, bevor der Kongress im Sommer in die lange Wahlkampfpause geht.

Der Clarity Act: Rechtssicherheit für den US-Kryptomarkt

Branchenführer hoffen seit Jahren auf klare regulatorische Leitplanken. Der Entwurf würde den Großteil der blockchainbasierten Wirtschaftsaktivitäten in den USA auf ein formelles, legales Fundament stellen.

Davon dürfte insbesondere die größte Kryptowährung, Bitcoin, als wichtigster Leitwert des Marktes durch ein höheres Maß an institutioneller Planungssicherheit profitieren. Krypto-Lobbyisten zeigen sich im Vorfeld optimistisch, auch wenn eine strikt parteiische Abstimmung den Prozess verkomplizieren könnte.

Streit um Stablecoin-Renditen zwischen Banken und Börsen

Ein zentraler Konfliktherd in den Verhandlungen betrifft verzinsliche Angebote für an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins. Die traditionelle Bankenlobby fürchtet hierbei massiven Wettbewerb zu herkömmlichen, niedrig verzinsten Sparkonten.

Sie fordert ein Verbot für Krypto-Plattformen wie Coinbase, Renditen auf Krypto-Dollar wie Tether (USDT) oder USDC anzubieten. Die Industrie verweist hingegen auf den im Vorjahr verabschiedeten GENIUS Act, der solche Rendite-Programme für Endkunden bereits legalisiert habe.

Kompromissvorschlag stößt auf Widerstand der Finanzindustrie

Die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks präsentierten Anfang des Monats einen Kompromiss. Dieser lässt Stablecoin-Belohnungen unter deutlich strengeren Bedingungen weiterhin zu.

Während der Kryptosektor diese Lösung weitestgehend unterstützt, übt die American Bankers Association heftige Kritik und warnt vor makroökonomischen Risiken. Der einflussreiche Bankenverband forderte seine Mitglieder auf, noch vor der Abstimmung massiven politischen Druck in Washington auszuüben.

Neben der Stablecoin-Thematik stehen am Donnerstag auch rechtliche Schutzmaßnahmen für DeFi-Softwareentwickler zur Debatte. Auch die Einordnung politisch motivierter Projekte, wie etwa jene des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, sorgen im Ausschuss weiterhin für Diskussionsbedarf.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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