XRP Ledger bleibt Vorreiter: SWIFT testet neues Echtzeit-System
SWIFT stellt ein neues Zahlungssystem vor, dessen Echtzeit-Funktionen der XRP Ledger bereits seit Jahren anbietet.
Das globale Bankennetzwerk SWIFT hat mit dem Swift Ledger eine neue Plattform vorgestellt, die Echtzeit-Liquidität und grenzüberschreitende Zahlungen rund um die Uhr ermöglichen soll. Für die Krypto-Community ist dieser Vorstoß in die Moderne jedoch vertraut, da die zugrundeliegende Problematik vom XRP Ledger bereits vor über einem Jahrzehnt gelöst wurde.
Das Ende der Nostro-Konten
Traditionelle Auslandsüberweisungen basieren auf vorfinanzierten Nostro- und Vostro-Konten in verschiedenen Rechtsordnungen. Banken müssen dabei im Vorfeld massiv Kapital binden oder auf die Bestätigung von Zwischenhändlern warten.
Das Resultat sind langsame Zahlungen, hohe Gebühren und eine ineffiziente Nutzung der verfügbaren Liquidität. Das neue System von SWIFT will diese Reibungsverluste nun beseitigen, indem es die verfügbaren Mittel für alle teilnehmenden Institutionen sofort sichtbar macht.
Mit der in Echtzeit bestätigten Liquidität können Banken Zahlungen vorhersehbarer und effizienter abwickeln. Dieser Prozess soll künftig unabhängig von festen Banköffnungszeiten oder Zeitzonen funktionieren.
XRP als bewährte Brückenwährung
Die von Ripple entwickelte Technologie bietet exakt diese Funktionalität bereits seit dem Jahr 2012 an. Über das System Ripple Payments (früher On-Demand Liquidity) können Finanzinstitute Liquidität genau in dem Moment abrufen, in dem eine Zahlung initiiert wird.
Die sechstgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung dient dabei als Brückenwert. Der Altcoin transferiert Werte in Sekundenschnelle über Landesgrenzen hinweg, bevor das Netzwerk diese sofort in die lokale Fiat-Währung des Empfängers umwandelt.
Dieser dezentrale Ansatz macht weitreichende Vorfinanzierungen durch die Banken überflüssig. Die Blockchain wickelt Transaktionen verlässlich in drei bis fünf Sekunden ab und verursacht dabei Kosten im Bruchteil eines Cents.
Traditionelle Banken im Wandel
Die Parallelen zwischen den beiden Systemen zeigen sich deutlich bei den beteiligten Akteuren. An dem aktuellen Pilotprojekt von SWIFT nehmen traditionelle Großbanken wie Citi, HSBC, Wells Fargo und UBS teil.
Einige dieser Institute haben in der Vergangenheit bereits mit Ripple kooperiert oder alternative Blockchain-Lösungen für ihre Abwicklungssysteme getestet. Der Finanzmarkt bewegt sich unweigerlich in Richtung kapital-effizienter und blitzschneller Transaktionen.
Das zukünftige Rennen entscheidet sich somit nicht mehr an der technologischen Notwendigkeit, sondern an der Frage der globalen Skalierung. Ob zentralisierte Netzwerke der Altbanken oder dezentrale Krypto-Plattformen letztendlich den Markt dominieren, wird die Adaption der kommenden Jahre zeigen.


