Ex-Ripple-Direktor warnt vor XRP-Ledger-Update wegen Dezentralität
Ein geplantes Update für den XRP Ledger sorgt für Kritik, da es die Blockchain mit großen Dateien belasten könnte.
Ein radikaler Vorschlag zur Erweiterung des XRP Ledger (XRPL) sorgt in der Krypto-Community für hitzige Debatten. Der ehemalige Ripple-Entwickler Matt Hamilton kritisiert den Plan, das Transaktions-Limit massiv zu erhöhen, als direkte Gefahr für die Dezentralität des Netzwerks.
Streit um Speicherplatz auf dem XRP Ledger
Die Initiatoren der Idee rund um die XRPL Foundation planen, das Limit für das sogenannte Memo-Feld von 1 Kilobyte auf etwa 1,3 Megabyte zu vergrößern.
Diese Anpassung würde es Nutzern der Kryptowährung ermöglichen, Dateien wie Bilder, PDFs oder Videos direkt in das digitale Kassenbuch hochzuladen.
Befürworter argumentieren mit der Entscheidungsfreiheit der Anwender. Sofern diese die entsprechenden Netzwerkgebühren bezahlen, sollte das Protokoll diese Option bereitstellen.
Gefahr für die Netzwerksicherheit durch riesige Datenmengen
Matt Hamilton, ehemals Direktor für Entwicklerbeziehungen bei Ripple, bezeichnete den Vorstoß jedoch als wirklich schlechte Idee.
Er weist darauf hin, dass die zugrunde liegende Blockchain als verteiltes Zahlungsnetzwerk und nicht als File-Sharing-Dienst konzipiert wurde.
Sollten Nutzer das System mit großen Mediendateien füllen, würde die dezentrale Datenbank laut Hamilton exponentiell anwachsen.
Dies würde die Hardware-Anforderungen für Node-Betreiber drastisch erhöhen und unabhängige Teilnehmer langfristig aus dem Netzwerk drängen.
Spezialisierte Krypto-Lösungen als Alternative
Anstelle einer solchen Aufblähung des Systems empfiehlt der Krypto-Experte hybride Ansätze für das Datenmanagement.
Für die permanente Speicherung großer Dateien seien spezialisierte dezentrale Netzwerke wie Filecoin wesentlich besser geeignet.
Durch eine Kombination beider Technologien könne der XRP Ledger weiterhin als schnelles und skalierbares Zahlungsmittel fungieren, ohne seine technische Effizienz einzubüßen.


