Western Union integriert Solana-basierten Stablecoin in Visa-Netzwerk
Western Union launcht eine digitale Visa-Karte, mit der Nutzer den Solana-basierten Stablecoin USDPT im Alltag ausgeben können.
Western Union hat gemeinsam mit dem Infrastruktur-Anbieter Rain die sogenannte Stablecard eingeführt, eine digitale Wallet mit angebundener Visa-Karte. Damit können Nutzer in zunächst 37 Märkten den von der Anchorage Digital Bank auf der Solana-Blockchain ausgegebenen Stablecoin USDPT empfangen und ausgeben.
Globale Expansion und mobile Zahlungen
Das Unternehmen plant, die Verfügbarkeit der Karte bis zum Jahresende auf über 60 Märkte auszuweiten. Empfänger von internationalen Geldtransfers können ihre Gelder künftig direkt in die USDPT-Wallet transferieren lassen.
Von dort lassen sich die Beträge an kompatible Krypto-Börsen verschieben oder weltweit an allen Visa-Akzeptanzstellen ausgeben. Auch die direkte Integration in mobile Bezahlsysteme wie Apple Pay und Google Pay ist laut Unternehmensangaben gewährleistet.
Fokus auf grenzüberschreitende Krypto-Transfers
Der Vorstoß des Zahlungsdienstleisters zielt primär auf Verbraucher in Ländern mit hoher lokaler Währungsvolatilität ab. Diese erhalten durch den digitalen Vermögenswert eine Möglichkeit, ihre Ersparnisse direkt in einer an den US-Dollar gekoppelten Währung zu sichern.
Bereits im Mai stellte das Unternehmen den USDPT-Token vor, um sich frühzeitig nach dem neuen US-Regelwerk für Zahlungs-Stablecoins (GENIUS Act) zu positionieren. Im Juni folgte die erste offizielle Börsennotierung auf der Handelsplattform Bybit.
Wachsender Konkurrenzkampf im Überweisungssektor
Der Markt für blockchainbasierte Geldtransfers wird zunehmend umkämpfter. So hat auch der direkte Konkurrent MoneyGram kürzlich einen eigenen US-Dollar-Stablecoin auf dem Stellar-Netzwerk lanciert.
Eine aktuelle Studie der Bank of Italy relativiert jedoch die unmittelbare Effizienz dieser Lösungen. Demnach verhindern Reibungsverluste beim Umtausch zwischen digitalen Assets und traditionellen Fiat-Währungen oft noch, dass Krypto-Transfers durchgehend günstiger und schneller sind als klassische Wege.


