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US-Senatorin Warren greift CFTC wegen Krypto- und Bitcoin-Lobbyismus an

US-Senatorin Elizabeth Warren wirft der CFTC vor, der Krypto-Lobby und dem politischen Druck der Trump-Administration nachzugeben.

9. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
US-Senatorin Elizabeth Warren spricht kritisch vor einem Regierungsgebäude

Die US-Senatorin Elizabeth Warren hat in einem Brief an die Aufsichtsbehörde CFTC deutliche Kritik geäußert. Sie wirft dem neuen Vorsitzenden Michael Selig vor, vor den Interessen von Krypto-Unternehmen und Vorhersagemärkten einzuknicken. Hintergrund der Vorwürfe sind massive Stellenstreichungen bei der Behörde sowie fragwürdige Entscheidungen, die mutmaßlich Unternehmen im Umfeld von US-Präsident Donald Trump begünstigen.

CFTC-Personal abgebaut und Strafverfolgung reduziert

Warren kritisiert den drastischen Personalabbau bei der Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Die Belegschaft der US-Aufsichtsbehörde wurde unter der Trump-Administration um rund 25 Prozent verkleinert.

Gleichzeitig sanken die Durchsetzungsmaßnahmen auf dem Markt dramatisch. Während im Geschäftsjahr 2024 noch 58 behördliche Verfahren eingeleitet wurden, waren es seit Trumps Amtsantritt lediglich elf.

Bitcoin-Spenden und politische Einflussnahme

Besonders im Fokus der Senatorin stehen Verbindungen zu Unterstützern des Präsidenten. So führt Warren an, dass die CFTC Anträge der Handelsplattform Polymarket sowie eines Gemini-Ablegers auffällig schnell genehmigt habe.

Die Gemini-Gründer Tyler und Cameron Winklevoss spendeten Berichten zufolge jeweils eine Million US-Dollar in der größten Kryptowährung Bitcoin für den Wahlkampf von Trump. Diese politischen Verstrickungen stellen laut Warren ein enormes Risiko für die Integrität der Finanzmärkte dar.

Zudem kritisierte sie Selig scharf dafür, dass er beantragt habe, eine Strafe von fünf Millionen US-Dollar gegen Gemini aufzuheben. Ein anderer Kommissar war zuvor offenbar übergangen worden, nachdem er sich weigerte, eine Beschwerde der Krypto-Börse bevorzugt zu behandeln.

Milliardenmarkt erfordert strenge Regulierung

Die betroffenen Vorhersagemärkte verzeichnen ein rasantes Wachstum. Bis zum Jahr 2030 könnte das Handelsvolumen in diesem Krypto-Sektor laut Schätzungen auf eine Billion US-Dollar ansteigen.

Die Senatorin fordert daher bis zum 18. Juni die Offenlegung aller Kommunikationsprotokolle zwischen der CFTC und der Industrie. Die Aufsichtsbehörde dürfe sich laut Warren nicht von politischen Zwängen oder wohlhabenden Insidern lenken lassen, sondern müsse den Anlegerschutz priorisieren.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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