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Trump-Verordnung öffnet Ripple und XRP neue Türen bei der US-Notenbank

Ein neues Trump-Dekret zwingt die Fed zur Prüfung ihrer Zugangsregeln, was Ripple und XRP direkte Vorteile bringen könnte.

23. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Eine digitale Ripple-Münze vor dem Hauptgebäude der US-Notenbank Federal Reserve in Washington.

US-Präsident Donald Trump hat per Dekret eine Überprüfung der Zugangsregeln für die Zahlungssysteme der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angeordnet. Dieser Vorstoß könnte dem Blockchain-Unternehmen Ripple und dessen Token XRP künftig einen direkten Zugang zur Kerninfrastruktur des amerikanischen Finanzwesens ermöglichen.

Fed-Zugang für Krypto-Firmen auf dem Prüfstand

Aktuell ist die direkte Nutzung von zentralen Abwicklungssystemen wie Fedwire oder FedNow weitgehend auf staatlich versicherte Banken beschränkt. Krypto-Dienstleister und Fintechs sind gezwungen, auf traditionelle Partnerbanken zurückzugreifen, um Zahlungen durch das System zu schleusen.

Trumps neue Richtlinie hebt diese historischen Beschränkungen zwar nicht sofort auf, zwingt die zuständigen Regulierungsbehörden jedoch zu einer umfassenden Neubewertung. Die Fed muss nun prüfen, ob ein für den klassischen Bankensektor entwickeltes Regelwerk im Zeitalter von digitalen Vermögenswerten und Echtzeitüberweisungen noch zeitgemäß ist.

Ripples Ambitionen für direkte US-Zahlungswege

Das kalifornische Zahlungsnetzwerk fokussiert sich seit Jahren auf die Optimierung grenzüberschreitender Transaktionen. Bereits 2025 beantragte eine regulierte Einheit des Unternehmens ein sogenanntes Fed Master Account bei der US-Notenbank.

Sollte dieser Antrag genehmigt werden, könnte die Plattform direkt und ohne zwischengeschaltete Intermediäre auf die Zahlungssysteme der Zentralbank zugreifen. Bislang befindet sich der Antrag in der Prüfungsphase, ein konkreter Termin für eine Entscheidung steht noch aus.

Welche Rolle der Token XRP spielen könnte

Ein direkter Zugang zu den Fed-Systemen würde die Abwicklungsgeschwindigkeit im internationalen Zahlungsverkehr drastisch erhöhen und Reibungsverluste minimieren. In einem solchen Szenario könnte der native Token als effiziente Brückenwährung für globale Liquidität dienen.

Zusammen mit neuen Gesetzesinitiativen wie dem vorgeschlagenen CLARITY Act wächst in der Krypto-Branche die Hoffnung auf verbindliche Definitionen. Ob die Notenbank ihre Infrastruktur für nicht-traditionelle Akteure letztlich öffnet, wird stark davon abhängen, wie die Regulierer künftig die Balance zwischen technologischer Innovation und finanzieller Stabilität definieren.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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