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Thailand prüft Tether-Transaktionen (USDT) gegen die Schattenwirtschaft

Die thailändische Zentralbank verschärft im Kampf gegen die Schattenwirtschaft die Kontrolle über USDT-Transaktionen.

12. Juli 2026 · 13:41 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Tether-Münze (USDT) auf einem Finanzchart neben thailändischen Baht-Banknoten.

Die thailändische Zentralbank (BOT) verschärft in Zusammenarbeit mit der nationalen Börsenaufsicht (SEC) die Überwachung des digitalen Währungsmarktes. Im Fokus der Regulierer stehen dabei im vierten Quartal auffällige Transaktionen mit Tether (USDT). Die Behörden wollen mit diesem Schritt gezielt gegen die Schattenwirtschaft und illegale Kapitalflüsse im Land vorgehen.

Ausländische Händler im Visier der Behörden

Vitai Ratanakorn, Gouverneur der Bank of Thailand, äußerte konkrete Bedenken hinsichtlich der Nutzerstruktur auf lokalen Krypto-Handelsplätzen. Er wies darauf hin, dass rund 40 Prozent der Verkäufer des Stablecoins Ausländer seien, die nicht über die nötigen Berechtigungen für den operativen Betrieb im thailändischen Markt verfügen.

Um diese Aktivitäten einzudämmen, werten die BOT und die SEC nun gemeinsam das hohe Handelsvolumen der an den US-Dollar gekoppelten Kryptowährung aus. Die Aufsichtsbehörden haben bereits verdächtige Transaktionsmuster identifiziert. Diese deuten darauf hin, dass Akteure den Marktführer unter den Stablecoins nutzen, um Meldepflichten zu umgehen oder Kapital abseits der traditionellen Finanzinfrastruktur zu verschieben.

Strengere Nachweispflichten für Bargeld und Gold

Das Vorgehen gegen unregulierte Krypto-Geldflüsse ist Teil einer breiter angelegten Offensive der Zentralbank. So plant die Institution, auch die Regeln für herkömmliche Einlagen drastisch anzuziehen. Künftig sollen Personen, die mehr als fünf Millionen Baht (rund 150.000 US-Dollar) in bar einzahlen, die genaue Herkunft der Mittel belegen müssen.

Diese geplante Verordnung ergänzt die bestehenden Kontrollen für große Bargeldabhebungen, die bereits im April eingeführt wurden. Seitdem ist das Volumen der Großabhebungen nachweislich um 35 Prozent gesunken.

Flankierend dazu hat Thailand die Aufsicht über den Goldhandel verschärft sowie den Umtausch großer Banknoten strenger reguliert. Gouverneur Ratanakorn betonte abschließend, dass es sich hierbei nicht um kurzfristige Lösungen handele, sondern um parallele Strategien zum langfristigen Schutz des heimischen Finanzmarktes.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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