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Russische Zentralbank veröffentlicht neue Regeln für Bitcoin-Handel

Die russische Zentralbank veröffentlicht neue Handelsregeln für Krypto-Börsen im Vorfeld einer umfassenden Gesetzgebung.

28. Juli 2026 · 15:31 · 2 Min. Lesezeit
Physische Bitcoin-Münze vor der russischen Flagge mit unscharfen Kursdiagrammen im Hintergrund

Die russische Zentralbank hat am Montag einen Entwurf für neue Regulierungen des Handels mit digitalen Währungen veröffentlicht. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die russische Staatsduma eine umfassende Krypto-Gesetzgebung vorbereitet.

Strenge Auflagen für Krypto-Börsen

Die neuen Vorschriften der Zentralbank richten sich gezielt an Organisationen wie Krypto-Börsen. Diese müssen digitale Vermögenswerte künftig zwingend in ihre bestehenden Systeme für Preisbildung, Überwachung und Berichterstattung integrieren.

Dafür sollen dieselben Prozesse genutzt werden, die bereits für traditionelle Währungen und Wertpapiere gelten. Um die rechtliche Grundlage zu schaffen, wurde der Begriff der digitalen Währung offiziell in die Vorgaben für den organisierten Handel aufgenommen.

Russlands ambivalentes Verhältnis zu Bitcoin

Obwohl die neuen Regeln das digitale Gold nicht explizit erwähnen, spielt die größte Kryptowährung eine zentrale wirtschaftliche Rolle für das Land. Seit 2022 ist die Nutzung von Kryptowährungen als internes Zahlungsmittel in Russland zwar gesetzlich verboten.

Jedoch legalisierte die russische Legislative bereits 2023 den Einsatz von BTC und anderen digitalen Assets für internationale Transaktionen. Dieser strategische Schritt half dem Land maßgeblich dabei, westliche Wirtschaftssanktionen im internationalen Zahlungsverkehr zu umgehen.

Wladimir Putin lobt dezentrale Natur der Kryptowährung

Präsident Wladimir Putin hat in der Vergangenheit wiederholt die Wettbewerbsvorteile Russlands beim Bitcoin-Mining betont, welche vor allem aus den reichhaltigen und günstigen Energieressourcen resultieren.

Im Dezember 2024 deutete Putin auf einem Forum in Moskau an, dass neue Technologien dabei helfen, globales Kapital zensurresistent zu bewegen. Er unterstrich die Widerstandsfähigkeit der Blockchain-Technologie mit der rhetorischen Frage: „Zum Beispiel Bitcoin, wer kann ihn verbieten? Niemand.“

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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