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Ripple-Kläger Jay Clayton wird als neuer US-Geheimdienstchef vereidigt

Der ehemalige SEC-Vorsitzende Jay Clayton, bekannt für die historische Klage gegen Ripple, ist neuer US-Geheimdienstkoordinator.

4. August 2026 · 20:56 · 2 Min. Lesezeit
Porträt von Jay Clayton neben einem Ripple-Logo und dem Siegel des US-Senats

Der ehemalige Vorsitzende der US-Börsenaufsicht SEC, Jay Clayton, wurde offiziell als neuer Director of National Intelligence (DNI) der Vereinigten Staaten vereidigt. Mit einer knappen Mehrheit von 51 zu 47 Stimmen im Senat übernimmt der Jurist das Amt von seiner Vorgängerin Tulsi Gabbard.

In der Krypto-Branche bleibt Clayton jedoch vor allem wegen seiner umstrittenen Rolle im Rechtsstreit gegen Ripple in Erinnerung.

Das Erbe der historischen Ripple-Klage

An seinem letzten Arbeitstag als SEC-Chef, dem 22. Dezember 2020, genehmigte Clayton die aufsehenerregende Klage gegen Ripple Labs sowie die Führungskräfte Brad Garlinghouse und Chris Larsen. Der Vorwurf lautete auf den unregistrierten Verkauf von Wertpapieren.

Nach Claytons sofortigem Rücktritt übernahm sein Nachfolger Gary Gensler die Führung in dem komplexen Verfahren. Das Zahlungsnetzwerk konnte in der Folge jedoch mehrere bedeutende juristische Siege erringen.

Diese richtungsweisenden Gerichtsurteile haben den Ansatz der Aufsichtsbehörde bei der Durchsetzung von Krypto-Richtlinien nachhaltig verändert.

Von der Börsenaufsicht zum Krypto-Befürworter

Nach seinem Abschied aus der Behörde vollzog der neue Geheimdienstkoordinator eine bemerkenswerte Wandlung. Im März 2021 trat er dem Beirat von One River Asset Management bei, deren Abteilung für digitale Vermögenswerte sich auf Bitcoin und Ethereum konzentrierte.

Nur wenige Monate später schloss er sich zudem dem Beratungsgremium des Krypto-Infrastrukturanbieters Fireblocks an. Damals betonte der Ex-Behördenchef die Notwendigkeit für regulatorische Klarheit im Bereich der digitalen Verwahrung bei gleichzeitig institutioneller Sicherheit.

Seitdem äußert sich Clayton zunehmend optimistisch über das Potenzial der Blockchain-Technologie. Er fordert inzwischen klare rechtliche Rahmenbedingungen für Stablecoins, dezentrale Finanzen (DeFi) und Bitcoin-ETPs.

Kürzlich prognostizierte er zudem, dass unter der aktuellen US-Regierung bald eine umfassende Krypto-Gesetzgebung auf den Weg gebracht werden dürfte.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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Reporter bei dcc.finance.

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