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Ripple-Gründer Chris Larsen finanziert Börse von Senatoren-Sohn

Ripple-Gründer Larsen investiert in eine Krypto-Börse, während die Mutter des Gründers an US-Regulierungen arbeitet.

2. Juli 2026 · 22:11 · 2 Min. Lesezeit
Porträt von Ripple-Gründer Chris Larsen vor dem US-Kapitol Gebäude

Chris Larsen, Mitgründer des Krypto-Unternehmens Ripple, hat in die neue Derivatebörse des Sohnes von US-Senatorin Kirsten Gillibrand investiert. Diese finanzielle Verflechtung sorgt aktuell für Aufsehen, da die Senatorin zeitgleich an strengen Ethikrichtlinien für ein neues US-Kryptogesetz arbeitet.

Investment in APEC wirft Fragen auf

Laut einem Bericht von Politico gehört Larsen zu den frühen Unterstützern der American Perpetuals Exchange Corp. (APEC). Das Krypto-Projekt wurde von Theodore Gillibrand gegründet und konnte insgesamt 30 Millionen US-Dollar einsammeln. Die meisten Investoren steuerten dabei Beträge zwischen 5.000 und 10.000 US-Dollar bei.

CLARITY Act und die Ethik-Debatte

Brisanz erhält die Finanzierung durch die politische Rolle von Kirsten Gillibrand. Die New Yorker Gesetzgeberin ist maßgeblich an den Verhandlungen zum Digital Asset Market Clarity (CLARITY) Act beteiligt. Dieses Gesetz wird erhebliche Auswirkungen auf in den USA operierende Kryptounternehmen haben, wozu auch die Entwickler des XRP-Ledgers zählen.

Gillibrand pochte zuletzt auf strikte Ethikregeln, um zu verhindern, dass Regierungsvertreter durch Insiderwissen in der Branche reich werden. Zu der Beteiligung von Larsen an der Börse ihres Sohnes erklärte ein Sprecher jedoch, dass sie keinerlei Einfluss auf das unabhängige Geschäft des erwachsenen Mannes habe.

Enges Zeitfenster für US-Kryptogesetz

Unterdessen drängen demokratische Politiker die republikanische Mehrheit im Kongress, schärfere Ethikrichtlinien in den CLARITY Act aufzunehmen. Da die Republikaner für eine Verabschiedung im Senat die Schwelle von 60 Stimmen erreichen müssen, sind sie zwingend auf demokratische Unterstützung angewiesen.

Die Zeit für eine Einigung wird jedoch knapp. Aufgrund bevorstehender Sitzungspausen im Sommer und der nahenden US-Wahlen drohen weitere Verzögerungen bei der Regulierung des Krypto-Marktes.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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Reporter bei dcc.finance.

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