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Nutzer verklagen Apple wegen gefälschter Bitcoin-App auf 1,8 Millionen

Nutzer verloren 1,8 Millionen US-Dollar an Bitcoin durch eine gefälschte App und verklagen nun den Technologiekonzern Apple.

28. Juli 2026 · 07:51 · 2 Min. Lesezeit
Ein iPhone mit geöffnetem Apple App Store neben einer physischen Bitcoin-Münze

Drei Krypto-Investoren haben vor einem US-Bezirksgericht in Kalifornien Klage gegen Apple eingereicht. Sie werfen dem Technologiekonzern vor, durch eine gefälschte Bitcoin-Wallet im offiziellen App Store den Diebstahl von insgesamt 1,8 Millionen US-Dollar ermöglicht zu haben.

Fake-App stiehlt Seed-Phrases der Anleger

Die Kläger James Ramirez, Christopher Ellis und Jalen Delgado luden laut der Klageschrift eine vermeintliche Version der Sparrow Wallet auf ihre iPhones herunter. Anschließend gaben sie ihre geheimen Seed-Phrases in die betrügerische Anwendung ein.

Dadurch erhielten Hacker vollständigen Zugriff auf die Bestände der größten Kryptowährung und transferierten die Gelder unwiderruflich. Im Jahr 2025 verzeichneten die drei Nutzer durch diesen Vorgang Einzelverluste in Höhe von rund 875.000, 840.000 und 120.000 US-Dollar.

Kritik an mangelhaften Kontrollen im App Store

Im Zentrum der Klage steht der Vorwurf, Apple habe die eingereichten Anwendungen nicht ausreichend geprüft und überwacht. Das Unternehmen bewerbe seinen App Store gegenüber den Kunden jedoch stets als einen sicheren und vertrauenswürdigen Marktplatz.

Dabei existiert für das Apple-Betriebssystem iOS überhaupt keine offizielle Version der Sparrow Wallet. Der Entwickler der legitimen Desktop-Software, Craig Raw, hatte Apple in der Vergangenheit bereits mehrfach öffentlich für das Erscheinen von Fake-Versionen seiner Anwendung gerügt.

Apple zieht erste Konsequenzen

In einer ersten Stellungnahme gegenüber dem Portal MacRumors bestätigte Apple mittlerweile, dass die gefälschten Programme entfernt wurden. Zudem habe der Konzern die zugehörigen Entwicklerkonten dauerhaft gesperrt und verwies auf die eigenen strikten Richtlinien.

Der Vorfall unterstreicht die Wichtigkeit der Eigenverantwortung bei der Verwahrung von digitalen Assets. Krypto-Anleger sollten die Herkunft von Wallet-Software stets direkt über die offiziellen Kanäle der eigentlichen Entwickler verifizieren.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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