MicroStrategy sichert Milliarden-Barreserve und pausiert Bitcoin-Käufe
MicroStrategy hat Aktien für 263,5 Millionen US-Dollar verkauft, um seine Barreserven auszubauen – ohne neue Bitcoin-Käufe.
Das Softwareunternehmen MicroStrategy hat in der vergangenen Woche eigene Aktien im Wert von rund 263,5 Millionen US-Dollar verkauft, ohne im Gegenzug neue Bitcoin zu erwerben. Stattdessen nutzt die Firma die Erlöse, um ihre US-Dollar-Reserven auf ein Rekordhoch von 3,225 Milliarden US-Dollar auszubauen.
Fokus auf Liquidität statt Krypto-Zukäufe
Laut einer aktuellen SEC-Meldung veräußerte das Unternehmen zwischen dem 13. und 19. Juli über 2,7 Millionen MSTR-Aktien. Die Einnahmen flossen in die Aufstockung der Barreserven um 225 Millionen US-Dollar.
Während dieses Zeitraums verzichtete der Konzern vollständig auf den Kauf oder Verkauf der größten Kryptowährung. Dieser Strategiewechsel hin zu mehr Liquidität soll dem Management als Puffer gegen bestehende Schuldenlasten dienen.
Gigantischer Krypto-Bestand bleibt unangetastet
Trotz der aktuellen Kaufpause hält die Firma weiterhin an ihrem enormen Portfolio fest. Der Bestand beläuft sich auf 843.775 BTC, was rund vier Prozent der maximalen Umlaufmenge des digitalen Goldes entspricht.
Laut Mitgründer Michael Saylor wurden die Coins für insgesamt 63,7 Milliarden US-Dollar erworben. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt demnach bei 75.476 US-Dollar pro Einheit.
Analysten begrüßen strategische Pause
Die Führungsspitze betont, dass die Verkäufe kein Abrücken von der Krypto-Strategie bedeuten. CEO Phong Le bekräftigte kürzlich, dass das Unternehmen ein langfristiger Käufer bleiben wolle und die Bilanz äußerst robust sei.
Auch Analysten von JPMorgan bewerten den Aufbau größerer Barreserven positiv. Parallel dazu engagiert sich Michael Saylor weiterhin auf technischer Ebene: Am Wochenende veröffentlichte er ein 110-Punkte-Essay gegen den vorgeschlagenen Bitcoin-Soft-Fork „BIP 110“.


