MicroStrategy pausiert Bitcoin-Käufe zugunsten von Wandelanleihen
MicroStrategy setzt seine Bitcoin-Käufe vorübergehend aus, um stattdessen eigene Wandelanleihen zurückzukaufen.
Das Softwareunternehmen MicroStrategy hat diese Woche seine regelmäßigen Bitcoin-Käufe ausgesetzt, um stattdessen Wandelanleihen im Wert von knapp 1,5 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Dieser strategische Schritt erfolgt in einer Marktphase, in der die Nachfrage nach der größten Kryptowährung auf ein Fünf-Monats-Tief gesunken ist.
Strategiewechsel: Schuldenabbau statt BTC-Akkumulation
Michael Saylor, Executive Chairman von MicroStrategy, bestätigte die Kaufpause auf der Plattform X. Das Unternehmen fokussiere sich aktuell auf den Rückkauf von zinslosen Wandelanleihen mit Fälligkeit im Jahr 2029.
Dafür wendet der Konzern rund 1,38 Milliarden US-Dollar in bar auf. Finanziert wird dieser Schritt durch Barreserven, Aktienverkäufe sowie mögliche, punktuelle Verkäufe des digitalen Goldes.
Die Krypto-Reserven von MicroStrategy wachsen weiter
Trotz der aktuellen Pause bleibt das Unternehmen der größte börsennotierte Halter der Kryptowährung. Erst kürzlich erwarb der Konzern weitere 24.869 Einheiten für knapp 2,01 Milliarden US-Dollar.
Damit beläuft sich der Gesamtbestand auf beeindruckende 843.738 BTC. Bei aktuellen Marktpreisen entspricht dies einem Wert von etwa 65,25 Milliarden US-Dollar, was dem Unternehmen einen nicht realisierten Gewinn von rund 1,5 Milliarden US-Dollar beschert.
Michael Saylor schließt künftige Bitcoin-Verkäufe nicht aus
Der Rückkauf der Anleihen bedeutet laut Saylor keine Abkehr von der langfristigen Strategie. Das primäre Ziel bleibe, die Bitcoin-Menge pro Aktie bis zum Jahr 2033 kontinuierlich zu maximieren.
Dennoch ließ der Unternehmensgründer kürzlich durchblicken, dass kleinere Verkäufe vor Ende 2026 nicht unwahrscheinlich seien, um die Bilanz zu steuern. Diese würden jedoch im Verhältnis zur täglichen Liquidität des Marktes, die zwischen 20 und 50 Milliarden US-Dollar liegt, kaum ins Gewicht fallen.


