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MicroStrategy erwägt weitere Bitcoin-Verkäufe zur Dividendenfinanzierung

Ein aktueller Marktbericht warnt, dass MicroStrategy weitere Bitcoin-Bestände veräußern könnte, um Dividenden zu zahlen.

17. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Bitcoin-Münze liegt auf einem steigenden Aktienchart, der die Kursentwicklung von MicroStrategy symbolisiert.

Das Softwareunternehmen MicroStrategy könnte in naher Zukunft weitere Teile seiner Bitcoin-Bestände veräußern. Einem aktuellen Marktbericht zufolge prüft die Firma diesen Schritt, um anstehende Dividendenzahlungen an ihre Aktionäre zu finanzieren.

Druck auf die MSTR-Aktie wächst

Spekulationen über mögliche Abverkäufe belasten derzeit die Aktie von MicroStrategy (MSTR). Bereits zu Beginn des Monats verzeichnete das Wertpapier einen Rücksetzer, nachdem erste Verkäufe der größten Kryptowährung bekannt wurden.

Beobachter des Kryptomarktes übten daraufhin Kritik an Gründer Michael Saylor. Dieser hatte in der Vergangenheit stets gepredigt, das digitale Gold niemals zu verkaufen.

Saylor stellte nun klar, dass dieser Ratschlag in erster Linie für Privatanleger gelte. Große Unternehmen müssten hingegen strategische Finanzentscheidungen treffen.

Analyse von QCP sieht Liquiditätsbedarf

Eine aktuelle Marktanalyse der Firma QCP bringt weitere Details zu den Plänen ans Licht. Demnach könnte MicroStrategy gezwungen sein, zusätzliches BTC abzustoßen, um kurzfristige Dividendenverpflichtungen zu bedienen.

Schätzungen der Analysten zufolge reicht die derzeitige Liquidität des Unternehmens für etwa siebeneinhalb Monate. Um die Finanzen zu stärken, hat die Treasury-Firma kürzlich Wandelanleihen im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zurückgekauft.

Zudem wurden rund 200 Millionen US-Dollar durch Aktienverkäufe eingenommen. Etwa die Hälfte dieser Mittel floss jedoch umgehend in neue Käufe der Leitwährung.

Analysten bleiben trotz allem optimistisch

Sollte das Unternehmen tatsächlich große Mengen seiner Bestände auf den Markt werfen, könnte dies die allgemeine Marktstimmung trüben. Ein fallender Kurs würde sich unweigerlich auch auf die Entwicklung der MSTR-Aktie auswirken.

Dennoch zeigen sich traditionelle Finanzanalysten weiterhin zuversichtlich hinsichtlich der Unternehmensstrategie. Die Wall-Street-Firma H.C. Wainwright hat kürzlich ihre Kaufempfehlung für das Papier beibehalten.

Das Kursziel setzten die Analysten dabei auf ambitionierte 540 US-Dollar fest. Dies deutet darauf hin, dass Experten weiterhin an das langfristige Potenzial von MicroStrategy glauben.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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