Michael Saylor deutet neuen Bitcoin-Schritt für MicroStrategy an
Ein aktueller Post von Michael Saylor löst Spekulationen über die zukünftige Bitcoin-Strategie von MicroStrategy aus.
Michael Saylor, Gründer von MicroStrategy, hat mit einem neuen Social-Media-Beitrag Spekulationen über die weitere Bitcoin-Strategie seines Unternehmens ausgelöst. Nach einem jüngsten Kursrückgang der größten Kryptowährung verzeichnet das Portfolio des Softwareherstellers derzeit erhebliche Buchverluste.
Milliardenverlust für den größten Unternehmens-Halter
Derzeit hält das Unternehmen laut Daten von Strategy Tracker enorme 843.775 BTC auf seiner Bilanz. Dies entspricht etwa vier Prozent des gesamten weltweiten Angebots der digitalen Leitwährung.
Bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.653 US-Dollar und einem aktuellen Kursniveau von rund 64.000 US-Dollar ergibt sich ein unbestätigter Verlust auf dem Papier. Dieser beläuft sich auf knapp 15 Prozent, was einem Minus von rund fünf Milliarden US-Dollar entspricht.
Die Gesamtposition im Wert von über 54 Milliarden US-Dollar bringt den ansonsten für seine aggressiven Käufe bekannten Konzern aktuell in eine ungewohnte finanzielle Situation.
Experten gespalten über den nächsten Schritt
Die kurze Frage „What's next?“ (Was kommt als Nächstes?) von Saylor spaltet nun die Analystengemeinschaft. Optimistische Marktbeobachter interpretieren den Post als Ankündigung für einen weiteren Nachkauf, der durch neue Schulden finanziert werden könnte.
Andere Analysten verweisen auf die jüngsten Handlungen des Managements, die vom traditionellen Halte-Ansatz abweichen. So veräußerte das Unternehmen Berichten zufolge Anfang Juli erstmals Teile seiner Bestände, um Dividenden zu finanzieren und finanzielle Rücklagen aufzubauen.
Ob der Konzern nun zu seinen offensiven BTC-Käufen zurückkehrt oder eine vorsichtigere Strategie beibehält, dürften die anstehenden Berichte an die US-Börsenaufsicht zeigen.


