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JPMorgan: MicroStrategy könnte Bitcoin für 30 Milliarden US-Dollar kaufen

Laut JPMorgan könnte MicroStrategy in diesem Jahr Bitcoin im Wert von bis zu 30 Milliarden US-Dollar erwerben.

7. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Physische Bitcoin-Münze vor einem aufsteigenden Börsenchart

Die US-Bank JPMorgan prognostiziert, dass das Softwareunternehmen MicroStrategy seine Investitionen in die größte Kryptowährung in absehbarer Zeit drastisch ausweiten wird. Im laufenden Jahr könnte die Firma unter der Führung von Michael Saylor bis zu 30 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investieren.

Rekordsummen für das digitale Gold

Aktuell hält das Unternehmen laut aktuellen Daten bereits über 818.000 Bitcoin in seinen Reserven. Allein in den vergangenen fünf Monaten erwarb die Firma rund 145.000 BTC im Wert von etwa 11 Milliarden US-Dollar.

Die Analysten von JPMorgan beobachten seit April eine deutliche Beschleunigung dieser opportunistischen Kaufstrategie. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, würden die diesjährigen Akquisitionen die kombinierten Käufe der vergangenen Jahre massiv übertreffen.

Positive Aussichten trotz Milliardenverlust

Finanziert werden die groß angelegten Käufe zunehmend durch die Ausgabe spezieller Vorzugsaktien, was die Kapitaleffizienz des Unternehmens laut Experten steigern soll. Dennoch meldete MicroStrategy für das abgelaufene Quartal einen Nettoverlust von 12,54 Milliarden US-Dollar.

Dieser gewaltige Fehlbetrag resultiert allerdings primär aus nicht realisierten Buchverlusten durch kurzzeitige Wertminderungen der Kryptowährung. Langfristig bleiben die Analysten in ihren Prognosen jedoch äußerst optimistisch.

Analysten heben Kursziele deutlich an

Das Investmentbanking-Unternehmen TD Cowen reagierte positiv auf die aggressive Akquisitionsstrategie und hob das Kursziel für die MicroStrategy-Aktie von 385 auf 395 US-Dollar an. Auch Canaccord Genuity bestätigte jüngst eine klare Kaufempfehlung.

Im Basisszenario gehen die Marktexperten der Banken davon aus, dass der Bitcoin-Kurs mittelfristig auf rund 140.000 US-Dollar ansteigen wird. Im optimistischsten Fall halten die Analysten sogar eine Bewertung von 175.000 US-Dollar für realistisch.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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