Japans Megabanken planen gemeinsamen Stablecoin als Tether-Alternative
Japans Megabanken planen bis 2026 einen gemeinsamen Stablecoin als regulierte Alternative zu Tether (USDT).
Drei der größten japanischen Banken haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um bis Ende des Geschäftsjahres 2026 einen gemeinsamen Stablecoin herauszugeben. Die Initiative von Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG), Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) und Mizuho Financial Group zielt darauf ab, institutionelle Zahlungen zu optimieren und eine regulierte Alternative zu etablierten Token wie Tether (USDT) zu schaffen.
Fokus auf Unternehmenskunden statt Privatanleger
Zunächst richtet sich der neue digitale Vermögenswert nicht an Privatanleger. Das Banken-Trio konzentriert sich vielmehr auf seinen gemeinsamen Stamm von über 300.000 Unternehmenskunden.
Dadurch erreicht der Token sofort eine enorme Reichweite, ohne auf die regulatorischen Hürden des Verbrauchermarktes zu stoßen. Die japanische Finanzaufsichtsbehörde (FSA) begleitet das Projekt bereits aktiv in einer umfassenden Pilotphase.
Globale Konkurrenz für Tether (USDT)
Technisch wird das Projekt auf der von MUFG und NTT Data entwickelten Distributed-Ledger-Plattform Progmat basieren. Der Stablecoin soll anfänglich an den japanischen Yen gekoppelt sein, bevor zu einem späteren Zeitpunkt eine US-Dollar-Version folgt.
Diese Entwicklung reiht sich in einen globalen Trend ein, bei dem regulierte Finanzinstitute zunehmend eigene Blockchain-Lösungen auf den Markt bringen. Branchengrößen wie JPMorgan und SoFi haben in den USA bereits ähnliche bankengestützte Token eingeführt.
Der strategische Vorstoß der traditionellen Banken erhöht den Wettbewerbsdruck auf dem Kryptomarkt massiv. Die Institute positionieren sich damit gezielt gegen Drittanbieter und wollen Marktanteile von dominierenden Stablecoins wie Tether (USDT) zurückgewinnen.


