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Tether (USDT) in Bolivien: Regierung prüft offizielles Zahlungsmittel

Bolivien plant die Anerkennung von Tether (USDT) als Zahlungsmittel, um dem akuten US-Dollar-Mangel entgegenzuwirken.

17. Juli 2026 · 19:31 · 2 Min. Lesezeit
Eine Tether-Münze (USDT) liegt auf einer bolivianischen Flagge, im Hintergrund ein leicht verschwommener Kurs-Chart

Bolivien erwägt einen regulatorischen Rahmen, um Tether (USDT) als offizielles Zahlungsmittel anzuerkennen. Die Initiative der Regierung folgt auf einen anhaltenden Mangel an US-Dollar im Land und die jüngste Aufhebung des nationalen Krypto-Verbots.

USDT als Lösung für die bolivianische Wirtschaftskrise

Der bolivianische Wirtschaftsminister Jose Gabriel Espinoza kündigte an, dass der Stablecoin künftig neben dem Boliviano und dem US-Dollar im Alltag zirkulieren könnte. Dieser Schritt soll den Bürgern eine wertstabile Alternative für Zahlungen und Ersparnisse bieten.

Zuvor hatte der Staat seine langjährige Währungsbindung an den US-Dollar aufgrund sinkender Devisenreserven aufgeben müssen. Diese geldpolitische Entscheidung führte zu einer massiven Nachfrage nach dollarbasierten Alternativen, wovon der größte an den Dollar gekoppelte digitale Vermögenswert nun profitiert.

Strenge Regulierung und das Ende des Krypto-Verbots

Das geplante Regelwerk befindet sich derzeit in der parlamentarischen Prüfungsphase und soll strikte Maßnahmen zur Geldwäscheprävention beinhalten. Dies ist für den Andenstaat besonders wichtig, da Bolivien weiterhin auf der grauen Liste der Financial Action Task Force (FATF) steht.

Erst Anfang 2024 hatte das Land sein striktes Verbot von Kryptowährungen aufgehoben. Die amtierende Regierung löst damit ihr Versprechen ein, den Zugang zu digitalen Finanzdienstleistungen für die Bevölkerung spürbar auszubauen.

Bitcoin-Miner unter verstärkter Beobachtung

Abseits der Stablecoin-Adoption rückt in Übersee die Bitcoin-Mining-Industrie in den Fokus der Anleger. Zahlreiche Mining-Unternehmen orientieren sich strategisch in Richtung Künstliche Intelligenz (KI), um neue Einnahmequellen zu erschließen.

Jüngste Insider-Aktienverkäufe bei Firmen wie TeraWulf, Riot Platforms und Core Scientific sorgen am Markt jedoch für wachsende Skepsis. Auch Tether reduzierte laut Analysten kürzlich seine Beteiligung am Mining-Unternehmen Bitdeer, da Investoren zunehmend hinterfragen, ob die neue KI-Strategie den Aktionären langfristig zugutekommt.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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