Illinois beschließt historisch strenge Krypto-Steuer auf Bitcoin
Illinois führt eine umstrittene Krypto-Steuer von 0,2 Prozent ein, die selbst private Bitcoin-Transfers belastet.
Der US-Bundesstaat Illinois hat mit dem Gesetz SB 3019 eine historisch strenge Regulierung für Kryptowährungen verabschiedet. Der sogenannte Digital Asset Privilege Tax Act führt eine Transaktionssteuer von 0,2 Prozent ein, die selbst alltägliche Transfers von Bitcoin und anderen digitalen Anlagen betrifft.
Branchenvertreter warnen vor beispielloser Belastung
Der Crypto Council for Innovation (CCI) übt scharfe Kritik an der neuen Gesetzgebung. Die Branchenvertretung warnt davor, dass die Steuer Innovationen und Entwickler aus dem Bundesstaat vertreiben wird.
Das Regelwerk sieht keinerlei Ausnahmen für nicht-kommerzielle Standardaktivitäten vor. Somit müssen Nutzer selbst für das bloße Verschieben von Geldern zwischen privaten Wallets Abgaben leisten.
Der CCI vergleicht diese Praxis mit einer hypothetischen Steuer auf E-Mails. Eine Transaktion werde lediglich aufgrund ihres digitalen Übertragungsweges unverhältnismäßig abgestraft.
Krypto-Steuer benachteiligt Bitcoin gegenüber Aktien
Der bekannte Krypto-Anwalt Miles Jennings bezeichnet das Gesetz als eine erhebliche Bedrohung für dezentrale Infrastrukturen. Er betont, dass Investoren künftig für den Kauf oder die Verwahrung des digitalen Goldes auf Plattformen wie Coinbase zur Kasse gebeten werden.
Jennings stuft die Richtlinie als stark diskriminierend ein, da es landesweit keine vergleichbare Finanztransaktionssteuer für Aktien, Anleihen oder Derivate gibt. Diese gezielte Benachteiligung der Krypto-Branche könnte nach Einschätzung des Juristen gegen geltendes US-Bundesrecht verstoßen.


