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Großbritannien verurteilt Hacker wegen millionenschwerer Bitcoin-Erpressung

Zwei Hacker der "Scattered Spider"-Gruppe erhielten in Großbritannien fünfjährige Haftstrafen für Bitcoin-Erpressungen.

17. Juli 2026 · 11:36 · 2 Min. Lesezeit
Handschellen auf einer Computertastatur neben einer Bitcoin-Münze als Symbol für Krypto-Kriminalität.

Britische Behörden haben zwei Hacker der Cybercrime-Gruppierung „Scattered Spider“ zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Täter waren an weitreichenden Erpressungskampagnen beteiligt, bei denen unter anderem Lösegelder in Bitcoin in mehrstelliger Millionenhöhe erbeutet wurden.

Millionen-Schaden durch Cyber-Angriffe

Die Verurteilung folgt auf Ermittlungen der britischen National Crime Agency (NCA) und der City of London Police. Die beiden Angeklagten hatten sich bereits im Juni im Rahmen ihrer ersten Gerichtsanhörung schuldig bekannt.

Ihnen wird unter anderem die Infiltration des Londoner Nahverkehrsnetzes im September 2024 zur Last gelegt. Dieser massive Angriff verursachte beim Betreiber Schäden und Wiederherstellungskosten von umgerechnet rund 38,9 Millionen US-Dollar.

Bitcoin-Lösegeld von Caesars Entertainment

Auch US-Behörden ermittelten intensiv gegen die „Scattered Spider“-Gruppe. Laut dem US-Justizministerium (DOJ) erbeuteten die Kriminellen von mindestens 47 US-Unternehmen Krypto-Lösegelder im Wert von insgesamt 115 Millionen US-Dollar.

Besonders aufsehenerregend war der Hackerangriff auf den Casinobetreiber Caesars Entertainment im September 2023. Um die Veröffentlichung einer gestohlenen Kundendatenbank zu verhindern, zahlte das Unternehmen ein Lösegeld von 15 Millionen US-Dollar in Bitcoin (BTC).

FBI beschlagnahmt digitale Vermögenswerte

Die Strafverfolgungsbehörden konnten in der Folge bedeutende Fahndungserfolge verzeichnen. Bereits im Juli 2024 beschlagnahmte das Federal Bureau of Investigation (FBI) Kryptowährungen im Wert von rund 36 Millionen US-Dollar aus Wallets, die direkt mit der Hackergruppe in Verbindung standen.

Insgesamt rechnet das DOJ den Hackern mindestens 120 Netzwerk-Intrusionen zu. Dabei gerieten auch kritische Infrastrukturen und das US-Bundesgerichtssystem ins Visier der Angreifer, was die Ermittler als deutliches Zeichen für die wachsende Bedrohung durch organisierte Cyberkriminalität werten.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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