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ESMA nimmt Ripple in MiCA-Register auf: 14 neue Lizenzen erteilt

Die europäische Aufsichtsbehörde ESMA lizenziert Ripple und weitere Banken nach der neuen MiCA-Verordnung.

17. Juli 2026 · 10:41 · 2 Min. Lesezeit
Europäische Flagge und ESMA-Logo neben einer digitalen Ripple-Münze.

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat 14 weitere Krypto-Dienstleister in ihr offizielles Register aufgenommen. Darunter befindet sich auch der europäische Zahlungsarm des Blockchain-Unternehmens Ripple.

Traditionelle Banken und Krypto-Akteure im Fokus

Mit dem jüngsten Update steigt die Gesamtzahl der lizenzierten Crypto-Asset Service Providers (CASPs) auf 294. Die Zulassungsgeschwindigkeit hat sich damit nach dem Ende der Übergangsfrist etwas verlangsamt. Anfang Juli hatte die Behörde noch 37 Unternehmen auf einen Schlag genehmigt.

Zu den prominentesten Neuzugängen zählt Ripple Payments Europe. Das Unternehmen hinter dem XRP-Token stärkt mit dieser Zulassung seine regulierte Präsenz auf dem europäischen Kontinent erheblich.

Gleichzeitig zeigt das Register den anhaltenden Trend traditioneller Finanzinstitute in den Bereich der digitalen Vermögenswerte. Neben der staatlichen kroatischen Bank HPB und der portugiesischen Bison Bank erhielten auch die Kaiser Partner Privatbank aus Liechtenstein sowie zwei deutsche Genossenschaftsbanken eine offizielle Erlaubnis.

Regulierungsrahmen formt den europäischen Markt

Im Bereich der Stablecoins verzeichnete die ESMA unterdessen keine Veränderungen. Das Register für E-Geld-Token (EMT) bleibt bei 21 zugelassenen Emittenten. Für Asset-Referenced Tokens (ART) gibt es weiterhin keinen einzigen genehmigten Herausgeber.

Die MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) schafft erstmals einen einheitlichen Rechtsrahmen für den Krypto-Sektor in der Europäischen Union. Sie bietet institutionellen Akteuren die dringend benötigte Rechtssicherheit beim Ausbau ihrer Verwahr- und Handelsinfrastruktur.

Zusätzlich zur Lizenzierung geht die europäische Aufsicht konsequent gegen illegale Angebote vor. Auf Veranlassung der italienischen Finanzmarktaufsicht CONSOB wurden zwei weitere Firmen auf die Liste der nicht konformen Anbieter gesetzt, die nun 164 Einträge umfasst.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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