Galaxy Digital investiert 5 Millionen US-Dollar in Bitcoin-Quantenschutz
Galaxy Digital investiert fünf Millionen US-Dollar, um das Bitcoin-Netzwerk vor künftigen Quantencomputern zu schützen.
Galaxy Digital investiert fünf Millionen US-Dollar in den Schutz von Bitcoin vor Quantencomputern. Die Initiative soll das Netzwerk für den sogenannten Q-Day rüsten, der laut Experten bereits im Jahr 2030 eintreten könnte.
Förderprogramm für Krypto-Entwickler gestartet
Das von Mike Novogratz geführte Finanzunternehmen hat die Bitcoin Quantum Readiness Initiative ins Leben gerufen. Mit einem Budget von bis zu fünf Millionen US-Dollar sollen Entwickler unterstützt werden, die an quantenresistenten Verschlüsselungsmethoden arbeiten.
Zusätzlich gründet die Firma ein Forschungsprogramm sowie einen Beirat aus akademischen Experten. Entsprechende Förderanträge nimmt das Unternehmen nach eigenen Angaben ab sofort entgegen.
Die Gefahr des Q-Days für das digitale Gold
Der Vorstoß zielt auf den sogenannten Q-Day ab. An diesem Punkt könnten leistungsstarke Quantencomputer die elliptische Kurvenkryptografie des Netzwerks erfolgreich durchbrechen.
Mithilfe des sogenannten Shor-Algorithmus könnten Angreifer künftig private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten. Dadurch bestünde die massive Gefahr, dass betroffene Wallets unbemerkt geleert werden, ohne dass die Blockchain die Transaktion als betrügerisch markiert.
Millionen BTC sind potenziell gefährdet
Besonders ältere und wiederverwendete Adressen gelten als anfällig für derartige Angriffe. Schätzungen des Sicherheitsunternehmens Project Eleven sowie der US-Kryptobörse Coinbase gehen von rund sieben Millionen gefährdeten BTC aus.
Um die größte Kryptowährung zu schützen, diskutiert die Community bereits technische Upgrades wie die Vorschläge BIP-360 und BIP-361. Da die dezentrale Struktur des Systems solche weitreichenden Umstellungen verlangsamt, drängen Sicherheitsexperten auf einen raschen Beginn der Migration.
Der Zeitdruck wächst auch auf staatlicher Ebene. In den USA wurde die Frist für den verpflichtenden Wechsel auf post-quantenresistente Kryptografie für Bundesbehörden per Dekret zuletzt auf Dezember 2031 vorgezogen.


