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Frankreich fordert Quanten-Sicherheit: Wachsende Gefahr für Bitcoin

Frankreich verbannt bis 2027 herkömmliche Verschlüsselungen, was den Druck auf Bitcoin in puncto Quantensicherheit erhöht.

18. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Bitcoin-Münze vor einem abstrakt leuchtenden Quantencomputer im Hintergrund.

Die französische Cybersicherheitsbehörde ANSSI wird ab dem Jahr 2027 keine Sicherheitsprodukte mehr zertifizieren, die auf herkömmlicher Verschlüsselung basieren. Dieser drastische Schritt unterstreicht die wachsende Sorge vor künftigen Quantencomputern, die auch die Sicherheit von Bitcoin und anderen Blockchains massiv bedrohen könnten.

Die Bedrohung durch den Q-Day

Sicherheitsexperten warnen zunehmend vor dem sogenannten Q-Day. An diesem Tag könnten Quantencomputer rechenstark genug sein, um moderne kryptografische Verfahren mühelos zu knacken.

Ein besonderes Risiko stellen dabei sogenannte „Harvest now, decrypt later“-Angriffe dar. Dabei sammeln Cyberkriminelle heute verschlüsselte Daten in der Erwartung, diese in Zukunft mit leistungsfähiger Quantentechnologie entschlüsseln zu können.

Aus diesem Grund empfiehlt die französische Behörde Unternehmen, bis spätestens 2030 vollständig auf quantensichere Systeme umzusteigen. Auch Tech-Giganten wie Google planen eine entsprechende Migration ihrer IT-Infrastruktur bis 2029.

Kryptobranche rüstet sich: Bitcoin und Ethereum im Fokus

Die rasanten technologischen Fortschritte setzen auch das digitale Gold unter Zugzwang. Laut Schätzungen des Sicherheitsunternehmens Project Eleven könnten bis zum Jahr 2030 rund 7 Millionen BTC durch Quantencomputer gefährdet sein.

Die Krypto-Industrie bereitet sich bereits auf diese fundamentale Herausforderung vor. So hat die Ethereum Foundation kürzlich ein eigenes Forschungsteam für Post-Quanten-Sicherheit gegründet, um die zweitgrößte Kryptowährung frühzeitig widerstandsfähig zu machen.

Auch große Branchenakteure wie die Kryptobörse Coinbase rufen Blockchain-Entwickler dazu auf, Migrationen zu quantensicheren Standards akribisch zu planen. Dabei muss in den kommenden Jahren unter anderem geklärt werden, was mit Beständen geschieht, die niemals aktiv auf neue Sicherheitsstandards übertragen werden.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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