Coldcard-Hack: Kriminelle stehlen Bitcoin für 100 Millionen Dollar
Ein schwerer Exploit bei Coldcard hat im Juli zu massiven Bitcoin-Diebstählen und Krypto-Verlusten in Millionenhöhe geführt.
Im Juli sind die weltweiten Krypto-Verluste durch Hackerangriffe auf 247,4 Millionen US-Dollar angestiegen. Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung ist ein schwerer Exploit bei Coldcard, durch den Kriminelle Bitcoin (BTC) im Wert von über 100 Millionen US-Dollar entwendeten.
Schwerwiegende Sicherheitslücke bei Coldcard
Laut aktuellen Daten des Analyseunternehmens Galaxy Digital waren rund 7.300 Wallets von dem gezielten Angriff betroffen. Die Täter erbeuteten die größte Kryptowährung in drei bestätigten Angriffswellen.
Eine vermutete vierte Welle könnte den Gesamtschaden sogar auf 130 Millionen US-Dollar anheben. Der Analyse-Dienst DefiLlama schätzt die Verluste durch den Vorfall bei der beliebten Hardware-Wallet derzeit auf 115 Millionen US-Dollar.
Die Forschungsplattform CryptoRank betonte in diesem Zusammenhang, dass auch Cold-Storage-Lösungen technologische Risiken nicht vollständig eliminieren. Ein einziger Fehler kann tausende Wallets gleichzeitig gefährden.
Juli verzeichnet zweithöchste Verluste des Jahres
Der vergangene Monat markiert damit den zweitschlechtesten Monat des aktuellen Jahres für die Krypto-Branche. Lediglich im April fielen die gestohlenen Summen mit 644 Millionen US-Dollar noch drastischer aus.
Im Vergleich zu den Vormonaten haben sich die Verluste durch Hacker extrem vervielfacht. Während im Mai 60 Millionen US-Dollar und im Juni 75 Millionen US-Dollar gestohlen wurden, verdreifachte sich die Summe im Juli spielend.
Neben dem massiven Diebstahl des digitalen Goldes trugen auch kleinere Angriffe zur negativen Monatsbilanz bei. So verlor die Verus Ethereum Bridge rund 7,5 Millionen US-Dollar, während die auf Arbitrum basierende Börse AFX um 24 Millionen US-Dollar erleichtert wurde.


