Coinbase-Aktie springt nach SEC-Einigung hoch und übertrifft Bitcoin

Die Coinbase-Aktie steigt um zehn Prozent nach Fortschritten beim CLARITY Act und einem Vergleich mit der SEC.

22. Juli 2026 · 17:02 · 2 Min. Lesezeit
Steigender Kurs-Chart auf einem Smartphone mit dem Coinbase-Logo neben einer physischen Bitcoin-Münze.

Die Aktien der Kryptobörse Coinbase verzeichneten einen rasanten Kursanstieg von rund zehn Prozent. Dieser Aufschwung folgt auf positive Entwicklungen rund um den CLARITY Act und eine überraschende Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC. Dabei übertraf das Wertpapier sogar deutlich die Kursgewinne der größten Kryptowährung Bitcoin.

Hoffnungen auf klare Krypto-Regulierung wachsen

Der jüngste Kurssprung katapultierte die COIN-Aktie zeitweise auf 175,85 US-Dollar. Dadurch stieg der Marktwert des Unternehmens innerhalb einer Handelssitzung um etwa 4,2 Milliarden US-Dollar.

Im Gegensatz dazu verzeichnete das digitale Gold, Bitcoin (BTC), im selben Zeitraum lediglich ein Plus von 1,8 Prozent. Dies zeigt, dass Investoren derzeit regulatorischen Fortschritten eine höhere Bedeutung beimessen als reinen Preisbewegungen am Kryptomarkt.

Auslöser der Rallye waren Berichte über einen Kompromiss zwischen dem Weißen Haus und den Republikanern im Senat bezüglich des CLARITY Acts. Der Gesetzesentwurf, der bereits das Repräsentantenhaus passiert hat, gilt als wichtiger Schritt hin zu einheitlichen Regeln für digitale Vermögenswerte in den USA.

SEC-Vergleich bringt Coinbase 150.000 US-Dollar

Zusätzlich zum politischen Rückenwind erzielte Coinbase einen Erfolg in einem Rechtsstreit mit der Securities and Exchange Commission (SEC). Im Rahmen eines Verfahrens nach dem Informationsfreiheitsgesetz (FOIA) stimmte die Behörde einer Zahlung von 150.000 US-Dollar an die Börse zu.

Hintergrund des Streits war eine massive Datenlücke bei der Aufsichtsbehörde. Der leitende Rechtsberater von Coinbase, Paul Grewal, kritisierte, dass die SEC fast ein ganzes Jahr an interner Kommunikation von Führungskräften gelöscht habe.

Grewal wies darauf hin, dass die Behörde für ähnliche Versäumnisse bei der Datenaufbewahrung in der Vergangenheit hohe Strafen gegen Finanzunternehmen verhängt hatte. Die aktuelle Einigung verpflichtet die SEC nun offiziell zu einer besseren Aktenführung.

Stablecoins als zentraler Umsatztreiber

Neben dem reinen Handelsgeschäft baut Coinbase seine Einnahmequellen weiter kontinuierlich aus. Im ersten Quartal des Jahres machten die Transaktionseinnahmen mit 755,8 Millionen US-Dollar etwa 56 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Ein zunehmend wichtiger Faktor sind Erträge aus Abonnements und Dienstleistungen, die sich auf 583,5 Millionen US-Dollar beliefen. Allein die Einnahmen im Zusammenhang mit Stablecoins trugen mehr als 305 Millionen US-Dollar zu diesem starken Ergebnis bei.

Gregor Kaufmann · Redakteur
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