CLARITY Act: US-Banken fordern härtere Regeln für Tether
US-Banken fordern strengere Zinsverbote für Stablecoins wie Tether im CLARITY Act und stoßen auf Kritik.
Führende US-Banken fordern den Senat auf, die Bestimmungen für Stablecoins wie Tether (USDT) im geplanten CLARITY Act deutlich zu verschärfen. Kritik an diesem Vorgehen äußert der Krypto-Berater des Weißen Hauses, Patrick Witt.
Sorge vor Einlagenabfluss durch Stablecoin-Renditen
Insgesamt 134 Führungskräfte großer Banken haben sich in einem gemeinsamen Brief an den US-Senat gewandt. Sie fordern striktere Formulierungen bezüglich Belohnungen und Anreizen für das Halten von Stablecoins.
Die größte Sorge der Finanzinstitute liegt in einem potenziellen Einlagenabfluss. Wenn Anleger für das Halten von stark kapitalisierten digitalen Dollar-Währungen wie USDT Zinsen erhalten, könnten diese Gelder dem traditionellen Kreditmarkt fehlen.
Der Gesetzesentwurf verbietet in Sektion 10404 bereits direkte Zinszahlungen auf Zahlungs-Stablecoins. Den Banken geht dies jedoch nicht weit genug, da sie indirekte Renditemodelle durch Hintertüren befürchten.
Patrick Witt kritisiert Widersprüche der US-Banken
Patrick Witt wies öffentlich auf die widersprüchliche Haltung der Banken hin. Obwohl der CLARITY Act das geforderte Zinsverbot auf Stablecoins bereits beinhaltet, wird das umfassende Gesetzespaket von Teilen der Bankenlobby blockiert.
Unterstützung für den Entwurf kommt hingegen von prominenter Stelle aus der Wall Street. Goldman-Sachs-CEO David Solomon hat sich bereits positiv zu den geplanten Regulierungsansätzen geäußert.
Der 616-seitige CLARITY Act soll die Aufsicht über den digitalen Währungsmarkt in den USA neu strukturieren. Er sieht vor, dass die Behörde CFTC die Kontrolle über Spotmärkte für digitale Rohstoffe übernimmt, während die SEC weiterhin für Anlageverträge zuständig bleibt.


