Bitcoin und Ethereum: Hacker stehlen 35 Millionen US-Dollar aus Protokollen
Mehrere Krypto-Brücken wurden durch Logikfehler und kompromittierte Schlüssel um 35 Millionen US-Dollar erleichtert.
Innerhalb von nur sechs Stunden haben Hacker mehr als 35 Millionen US-Dollar aus mindestens drei Krypto-Brücken erbeutet. Betroffen sind netzwerkübergreifende Protokolle, die eng mit Bitcoin und Ethereum verbunden sind.
Ethereum-Brücke von Verus erneut geplündert
Der schwerwiegendste Vorfall betraf das Blockchain-Netzwerk Verus. Ein Angreifer nutzte eine Schwachstelle in der Ethereum-Brücke aus und entwendete rund 7,54 Millionen US-Dollar.
Unter den gestohlenen Werten befanden sich neben Ether und tokenisiertem Bitcoin auch Stablecoins wie Tether (USDT). Der Angreifer löste Auszahlungen auf der Ethereum-Seite aus, die auf der anderen Seite des Netzwerks nicht durch tatsächliche Werte gedeckt waren.
Ein brisantes Detail ist, dass die Kriminellen exakt denselben Smart Contract und denselben Logikfehler ausnutzten wie bereits bei einem Hack im Mai. Obwohl die gestohlenen 11,5 Millionen US-Dollar damals nach einer Zahlung an den Hacker größtenteils zurückgegeben wurden, zahlte das Entwicklerteam diese im Juli wieder in dieselbe fehlerhafte Brücke ein.
Kompromittierte Schlüssel bei Bitcoin-Protokoll B² Network
Auch das B² Network wurde Opfer der Angriffswelle. Hacker erlangten die Kontrolle über die Upgrade-Rechte des Staking-Contracts und stahlen etwa 3,86 Millionen US-Dollar aus dem Protokoll.
Sicherheitsfirmen wie BlockAid und Peckshield bestätigten die massiven Mittelabflüsse. Die On-Chain-Analysen verdeutlichen, dass bei keinem der Angriffe die zugrundeliegende Kryptografie gebrochen wurde.
Vielmehr sind kompromittierte private Schlüssel und fatale Fehler in der Code-Logik die Hauptursache für die Verluste. Diese Vorfälle unterstreichen die anhaltenden strukturellen Schwächen bei der Gestaltung und Verwaltung von digitalen Brücken.


