Bitcoin-Tool schützt vor Quanten-Hacks – Satoshis Coins bleiben gefährdet
Ein neues Tool soll Bitcoin vor Quantencomputern schützen, schließt Satoshis Millionen-Vermögen jedoch aus.
Ein neues Zero-Knowledge-Proof-System des Entwicklerteams Project Eleven soll Bitcoin-Guthaben künftig vor Angriffen durch Quantencomputer schützen. Die Technologie bietet einen Rettungsweg für gefährdete Wallets, schließt das immense Vermögen des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto jedoch voraussichtlich aus.
Die Bedrohung durch den Quanten-Tag
Mehr als 34 Prozent aller zirkulierenden BTC gelten derzeit als anfällig für künftige technologische Durchbrüche. An einem theoretischen „Q-Day“ könnten leistungsstarke Quantencomputer die kryptografischen Signaturen der Blockchain knacken und unautorisierte Transaktionen freigeben.
Der im April von Entwickler Jameson Lopp und weiteren Co-Autoren veröffentlichte Vorschlag BIP-361 sieht daher drastische Maßnahmen vor. Das Konzept plant, gefährdete Adressen nach drei Jahren für Einzahlungen zu sperren und verbleibende Guthaben nach fünf Jahren vollständig einzufrieren.
Zero-Knowledge-Proofs als Rettungsanker
Project Eleven hat nun einen Prototyp entwickelt, der betroffenen Anlegern eine Möglichkeit zur Wiederherstellung der digitalen Werte bieten soll. Das System nutzt kryptografische Beweise, um den rechtmäßigen Besitz zu validieren, ohne sensible Daten offenzulegen.
Während Quantencomputer die bei der größten Kryptowährung verwendeten elliptischen Kurven brechen können, scheitern sie an den Hash-Verfahren moderner Wallets. Das neue Tool macht sich diesen Umstand zunutze, indem Nutzer ihre legitime Kontrolle über das kryptografische Seed-Material nachweisen.
Satoshis Milliarden bleiben ungeschützt
Trotz der technologischen Fortschritte bleibt ein prominentes Krypto-Vermögen von dieser Rettungsmethode ausgeschlossen. Die rund 1,1 Millionen Coins, die dem pseudonymen Erfinder Satoshi Nakamoto zugerechnet werden, stammen aus der Frühzeit des Netzwerks und nutzen keine modernen Hash-basierten Schlüsselableitungen.
Obwohl der Prototyp von Project Eleven mit einer Verarbeitungszeit von nur 243 Millisekunden auf einem Standard-Laptop extrem schnell arbeitet, bleibt die Lösung vorerst theoretisch. Eine tatsächliche Implementierung würde weitreichende und umstrittene Änderungen an den Konsens-Regeln des digitalen Goldes erfordern.


