Bitcoin-Sicherheitsgruppe entdeckt 5.000 Schwachstellen im Ökosystem
Ein freiwilliges Sicherheitsteam hat durch KI-Audits knapp 5.000 Schwachstellen im Bitcoin-Ökosystem entdeckt.
Eine aus 16 Freiwilligen bestehende Sicherheitsgruppe hat im Bitcoin-Ökosystem fast 5.000 potenzielle Schwachstellen entdeckt. Das sogenannte Bitcoin Red Team durchsuchte mithilfe künstlicher Intelligenz in kürzester Zeit zahlreiche Open-Source-Projekte der größten Kryptowährung.
Kritische Lücken und KI-gestützte Analysen
Unter der Leitung von Entwicklern wie Calle und Rob Hamilton, dem CEO von AnchorWatch, analysierte das Team 390 Projekte in nur knapp 30 Stunden. Dabei wurden 4.962 mögliche Probleme identifiziert.
Davon stufen die Experten rund 720 als hochgradig kritisch ein. Laut Calle findet derzeit jeder Prüfer durchschnittlich einen kritischen Exploit pro Stunde. Bislang konnten 21,4 Prozent der gemeldeten Funde erfolgreich reproduziert werden.
Reaktion auf den jüngsten Wallet-Hack
Der umfassende Sicherheitsaudit erfolgt vor einem brisanten Hintergrund. Erst vor wenigen Tagen sorgte ein schwerer Exploit der Coldcard-Hardware-Wallet für großes Aufsehen in der Branche.
Bei diesem Angriff wurden BTC im Wert von über 100 Millionen US-Dollar entwendet. Die Entwickler betonen, dass derzeit viel Chaos im System herrsche und Nutzer massiv mit Sicherheitsproblemen konfrontiert seien.
Das proaktive Vorgehen des freiwilligen Teams soll nun weitere Schäden in der Open-Source-Infrastruktur des digitalen Goldes verhindern.


