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Bitcoin-Sicherheit: Red Team entdeckt mit KI kritische Schwachstellen

Eine Sicherheitsinitiative hat mit künstlicher Intelligenz kritische Schwachstellen in Bitcoin-Projekten aufgedeckt.

8. August 2026 · 17:36 · 2 Min. Lesezeit
Ein leuchtendes Bitcoin-Logo auf einem Bildschirm mit digitalem Code und einem Sicherheitsschloss im Hintergrund.

Eine ehrenamtliche Sicherheitsinitiative hat mithilfe künstlicher Intelligenz über ein Dutzend Schwachstellen in verschiedenen Bitcoin-Projekten aufgedeckt. Das sogenannte Red Team analysierte rund 150 Repositories, um Wallets, kryptografische Bibliotheken und die zugrundeliegende Infrastruktur der größten Kryptowährung zu prüfen.

KI-Modelle scannen Bitcoin-Infrastruktur

Für die Überprüfung setzte die Gruppe auf fortschrittliche KI-Modelle. Laut Rob Hamilton, CEO von AnchorWatch, kamen dabei unter anderem Systeme von OpenAI, Anthropic und Z.ai zum Einsatz.

Der pseudonyme Bitcoin-Entwickler Calle erklärte, dass das Team pro Person durchschnittlich einen kritischen Exploit pro Stunde identifizieren konnte. Die genauen Projekte, die von diesen Schwachstellen betroffen sind, wurden aus Sicherheitsgründen noch nicht öffentlich benannt.

Hohe Kosten für die Sicherheit des Netzwerks

Die umfangreichen Analysen sind mit enormen Kosten verbunden. Zeitweise verbrauchte die Initiative rund 10.000 US-Dollar pro Tag für die Rechenleistung der Sprachmodelle.

Hamilton betonte jedoch, dass die bisherigen Ausgaben in Höhe von etwa 20.000 US-Dollar vollständig gedeckt seien. Spenden der Community seien daher aktuell nicht notwendig. Langfristig plant das Team die Entwicklung einer Open-Source-Plattform, die Sicherheitsüberprüfungen für BTC-Software automatisieren soll.

Künstliche Intelligenz in der Krypto-Branche

Der Einsatz von KI zur Code-Überprüfung gewinnt im gesamten Krypto-Sektor zunehmend an Bedeutung. Forscher nutzten Anfang des Jahres beispielsweise ein Modell von Anthropic, um einen vier Jahre alten Fehler im Zcash-Netzwerk zu finden.

Gleichzeitig machen sich auch Angreifer diese neuen Technologien zunutze. Projekte wie die Bitcoin-Bridge Boltz und der Wallet-Hersteller Coinkite berichteten kürzlich, dass Hacker gezielt KI einsetzen, um Schwachstellen schneller aufzuspüren, als Entwickler sie beheben können.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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