Bitcoin-Sicherheit: IBM erzielt Durchbruch bei Quantencomputern
IBM hat einen wichtigen Meilenstein bei Quantencomputern erreicht, der langfristig die Bitcoin-Kryptografie bedroht.
IBM hat in Zusammenarbeit mit der University of Chicago einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung von Quantencomputern vermeldet. Das Technologieunternehmen demonstrierte dabei einen sogenannten „vertrauenswürdigen Quantenvorteil“, der langfristig auch weitreichende Auswirkungen auf die Verschlüsselung von Bitcoin (BTC) haben könnte.
Fehlerkorrektur als Schlüssel zum Erfolg
Den Forschern gelang es, eine komplexe Berechnung mit 70 logischen Qubits in etwa 15 Minuten durchzuführen. Für klassische Hochleistungsrechner wäre diese Aufgabe in einer realistischen Zeitspanne nicht lösbar gewesen.
Eine wesentliche Neuerung dieses Experiments ist eine neuartige Technik zur Fehlerkorrektur. Die logische Fehlerquote konnte dadurch auf etwa ein Zehntel der zugrunde liegenden physischen Fehlerrate gesenkt werden.
Zudem löste das Team das lange bestehende Problem der Verifizierung bei Quantenberechnungen. Die Wissenschaftler entwickelten eine Methode, um Fehler noch während der Rechenoperation zu erkennen, ohne die mathematische Komplexität der Aufgabe zu verringern.
Ist das digitale Gold in Gefahr?
Die aktuelle Entwicklung verändert die kurzfristige Sicherheit der größten Kryptowährung noch nicht. Die derzeitige Hardware ist noch weit davon entfernt, die kryptografischen Algorithmen des BTC-Netzwerks tatsächlich zu knacken.
Dennoch unterstreicht der IBM-Fortschritt die Notwendigkeit für die Branche, sich mittelfristig mit quantenresistenten Standards zu befassen. Laut einer kürzlich veröffentlichten Roadmap plant das Unternehmen den Bau eines fehler-toleranten Großrechners bis zum Jahr 2029.
Sollte diese Skalierung gelingen, könnte die Rechenleistung künftig ausreichen, um heute gängige Verschlüsselungsmethoden zu brechen. Das Krypto-Ökosystem beobachtet diese rasanten technologischen Sprünge daher mit wachsender Aufmerksamkeit.


