Bitcoin-Sicherheit: Coinbase fordert exklusiven KI-Zugang für Entwickler
Eine Allianz aus 40 Krypto-Firmen fordert Zugang zu modernster KI, um das Bitcoin-Netzwerk vor Hackern zu schützen.
Eine Koalition aus über 40 Krypto-Unternehmen, darunter Coinbase und Galaxy, fordert von führenden KI-Entwicklern einen exklusiven Zugang zu sogenannten Frontier-Modellen. Mit einem offenen Brief will die vom Bitcoin Policy Institute geleitete Gruppe sicherstellen, dass Core-Entwickler das Netzwerk effektiv gegen künftige KI-gesteuerte Cyberangriffe verteidigen können.
KI-Werkzeuge für den Schutz des Milliarden-Netzwerks
Der Vorstoß zielt darauf ab, die Sicherheitstruppen des digitalen Goldes mit modernster Technologie auszustatten. Bislang stehen den Open-Source-Verteidigern laut dem Bündnis lediglich weniger leistungsfähige, offene KI-Modelle für kritische Sicherheitsüberprüfungen zur Verfügung. Versuche, öffentlich zugängliche Top-Systeme für tiefgreifende Code-Analysen zu nutzen, werden oftmals durch restriktive Vorgaben der Labore blockiert.
Die größte Kryptowährung sichert aktuell Werte von über einer Billion US-Dollar, die unter anderem aus Pensionsfonds und Unternehmenskapital von Millionen Menschen stammen. Ohne dedizierte Zugangsprogramme befürchten die Unterzeichner des Briefes, dass die Blockchain-Entwickler nicht mit der rasanten Evolution von Cyber-Bedrohungen mithalten können.
Rechenleistung und Quantensicherheit im Fokus
Die Forderungen der Krypto-Schwergewichte gehen dabei über einen reinen Software-Zugang hinaus. Die Unternehmen verlangen zusätzlich angemessene Rechenbudgets, langfristige KI-Agenten sowie sichere Umgebungen zur Analyse von unveröffentlichtem Programmcode. Ein direkter Kommunikationskanal zu den Sicherheitsteams der KI-Schmieden soll die Zusammenarbeit zwischen den Sektoren weiter stärken.
Dieser Vorstoß reiht sich in umfassendere Bemühungen ein, die BTC-Infrastruktur langfristig abzusichern. Akteure wie das Bitcoin Security Consortium finanzieren bereits gezielt Forschung, um die Technologie gegen zukünftige Quantencomputer zu härten. Erst im Juli startete das Investmentunternehmen Galaxy zudem eine fünf Millionen US-Dollar schwere Initiative für die Quantensicherheit des Netzwerks.


