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Bitcoin: Samson Mow warnt vor überhastetem Post-Quanten-Upgrade

Samson Mow warnt davor, das Bitcoin-Netzwerk zu früh auf Post-Quanten-Kryptografie umzustellen, da dies neue Risiken birgt.

29. Juli 2026 · 09:31 · 2 Min. Lesezeit
Ein goldenes Bitcoin-Symbol vor einem futuristischen Hintergrund mit digitalen Sicherheitsschlössern.

Der bekannte Entwickler und JAN3-CEO Samson Mow hat die Bitcoin-Community davor gewarnt, das Netzwerk zu schnell auf Post-Quanten-Kryptografie umzustellen. Anlass für diese Warnung ist eine neue Studie des KI-Unternehmens Anthropic, die durch Künstliche Intelligenz entdeckte Schwachstellen in bestimmten kryptografischen Algorithmen aufzeigte.

Gefahr durch klassische Computer für BTC

Mow argumentiert, dass die größte Kryptowährung ihrer konservativen Entwicklungsphilosophie treu bleiben sollte. Ein vorzeitiger Wechsel von den bewährten ECDSA- und Schnorr-Signaturen zu neuen Post-Quanten-Alternativen berge unkalkulierbare Risiken.

Eine überhastete Umstellung könnte das digitale Gold paradoxerweise anfällig für Angriffe durch herkömmliche Computer machen. Laut dem Experten sollte das Netzwerk erst dann migrieren, wenn Quantencomputer eine tatsächliche und greifbare Bedrohung darstellen.

Künstliche Intelligenz findet Krypto-Schwachstellen

Die aktuelle Diskussion entbrannte, nachdem das KI-Modell Mythos Preview von Anthropic erfolgreich neue Angriffsvektoren gegen geschwächte Algorithmen wie AES und das HAWK-Signaturschema identifiziert hatte. Obwohl diese Entdeckungen laut den Forschern keine unmittelbare Gefahr für bestehende Systeme darstellen, zeigen sie das enorme Potenzial von Künstlicher Intelligenz bei der Entschlüsselung.

Mow hob in diesem Kontext die Forschungsarbeit der Blockstream-Kryptografen lobend hervor. Hash-basierte Systeme bieten seiner Ansicht nach mathematisch eine deutlich kleinere Angriffsfläche als gitterbasierte Alternativen wie HAWK.

Agilität als Schlüssel für die Netzwerk-Sicherheit

Charles Guillemet, Chief Technology Officer beim Hardware-Wallet-Hersteller Ledger, ordnete die KI-Forschung ebenfalls ein. Er betonte, dass die Ergebnisse zwar nicht die gesamte gitterbasierte Kryptografie schwächen, aber die dringende Notwendigkeit von Krypto-Agilität unterstreichen.

Künftige Sicherheitssysteme müssten so gestaltet sein, dass sich kryptografische Algorithmen nahtlos austauschen lassen, ohne das gesamte Fundament neu entwerfen zu müssen. Für BTC bedeutet dies eine kontinuierliche, aber äußerst bedachte Weiterentwicklung im Hintergrund.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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