Bitcoin rutscht unter 64.500 US-Dollar – Nahost-Krise treibt Ölpreis
Bitcoin verliert seine Wochenendgewinne, während geopolitische Spannungen im Nahen Osten den Ölpreis in die Höhe treiben.
Bitcoin (BTC) rutschte am Montag unter die Marke von 64.500 US-Dollar und verlor damit seine Gewinne vom Wochenende. Auslöser für die Kursverluste sind erneute geopolitische Spannungen rund um den Iran und die Straße von Hormus, die zeitgleich den Ölpreis in die Höhe treiben.
Nahost-Krise belastet Finanzmärkte
Die Unsicherheit über eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus hat die globalen Märkte erfasst. Der stellvertretende Sprecher des iranischen Parlaments, Ali Nikzad, erklärte laut Medienberichten, es gäbe keine militärische Lösung für die Schließung der wichtigen Ölroute.
Infolgedessen stieg der Preis für US-WTI-Rohöl um fast fünf Prozent auf 80,90 US-Dollar pro Barrel. Auch die US-Aktienmärkte verzeichneten zu Handelsbeginn an der Wall Street zunächst Verluste, bevor sich der S&P 500 leicht erholte.
Schwacher Yen und makroökonomischer Druck
Neben der geopolitischen Lage rückte auch der japanische Yen in den Fokus der Investoren. Die Währung wertete gegenüber dem US-Dollar weiter ab und näherte sich der psychologischen Marke von 160.
Der Wirtschaftsexperte Mohamed El-Erian betonte auf der Plattform X, dass Japan die geldpolitischen Rahmenbedingungen dringend anpassen müsse. Eine historische Währungsintervention allein reiche nicht aus, um die Fehlbewertung des Yen nachhaltig zu korrigieren.
Institutionelle Zuflüsse stützen das digitale Gold
Trotz des makroökonomischen Gegenwinds verzeichnet die größte Kryptowährung bemerkenswerte institutionelle Zuflüsse. Allein die US-amerikanischen Spot-ETFs sammelten kürzlich 865 Millionen US-Dollar ein.
Die Analysten von Glassnode mahnen in ihrem aktuellen Marktbericht dennoch zur Vorsicht und bezeichnen die derzeitige Erholung als vorläufig. Das Momentum am Spot-Markt sei schwach und das Handelsvolumen auf den zentralisierten Börsen bleibe weiterhin gedämpft.
Diese Divergenz deutet laut den Onchain-Experten auf eine anhaltende Konsolidierungsphase hin. Von einer breiten spekulativen Expansion des Marktes könne derzeit noch keine Rede sein.


