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Bitcoin rutscht auf 63.000 US-Dollar ab: AT&T verkürzt Zeitplan für Q-Day

Während der Bitcoin-Kurs auf 63.000 US-Dollar abrutscht, schürt ein Quantencomputer-Durchbruch neue Sicherheitsbedenken.

28. Juli 2026 · 09:41 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Bitcoin-Münze vor einem digitalen Hintergrund aus komplexen Quantencomputer-Schaltkreisen

Die größte Kryptowährung verzeichnet aktuell einen deutlichen Rücksetzer. Der Bitcoin-Kurs ist in Richtung der Marke von 63.000 US-Dollar abgerutscht, was am Markt Zwangsliquidierungen in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar auslöste.

Neben makroökonomischen Faktoren rückt ein technologischer Meilenstein in den Fokus, der fundamentale Sicherheitsfragen für dezentrale Blockchain-Netzwerke aufwirft.

Makrodruck belastet den Kryptomarkt

Der jüngste Kursrückgang des digitalen Goldes ist primär auf externe Einflüsse zurückzuführen. Gewinnmitnahmen im Halbleitersektor und ein schwächelnder südkoreanischer KOSPI-Index drücken die Stimmung der Investoren.

Zudem positionieren sich Anleger im Vorfeld der bevorstehenden Sitzung der US-Notenbank Fed zunehmend defensiv, was Risiko-Assets wie Kryptowährungen unter Druck setzt.

Quanten-Durchbruch befeuert Sicherheitsdebatte

Gleichzeitig sorgt ein erweiterter Vertrag zwischen dem Telekommunikationsriesen AT&T und D-Wave Quantum Inc. für Aufsehen. Die Unternehmen konnten eine komplexe Netzwerkaufgabe durch Quanten-Annealing-Technologie von einer Stunde auf lediglich 15 Sekunden reduzieren.

Dieser rasante technologische Fortschritt befeuert die Diskussion um den sogenannten Q-Day. Damit ist der Zeitpunkt gemeint, an dem Quantencomputer leistungsstark genug sind, um die aktuelle Blockchain-Verschlüsselung zu knacken.

Experten wie Eddy Zervigon, CEO von Quantum Xchange, bezeichnen Kryptowährungen als ersten Indikator für diese neue Bedrohung. Aufgrund ihrer dezentralen Struktur könnten sie zu den primären Zielen von Quantenangriffen werden.

Herausforderung für das Netzwerk-Upgrade

Aktuelle Einschätzungen beschleunigen die Dringlichkeit für kryptografische Anpassungen. Forscher von Google haben ihre Schätzung für die benötigte Rechenleistung zum Entschlüsseln von BTC um das Zwanzigfache gesenkt.

Mittlerweile gehen die Wissenschaftler davon aus, dass weniger als 500.000 physische Qubits dafür ausreichen könnten. Auch das US-Energieministerium erwartet den Bau eines entsprechend leistungsstarken Quantencomputers innerhalb der nächsten drei Jahre.

Die zentrale Herausforderung für das Bitcoin-Netzwerk besteht nun in der praktischen Umsetzung. Die Community muss sich rechtzeitig auf ein umfassendes Verschlüsselungs-Upgrade einigen, bevor Konzerne wie IBM und Microsoft bis 2029 kryptografisch relevante Systeme auf den Markt bringen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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