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Bitcoin-Ökosystem: Chinesische KI deckt kritische Sicherheitslücken auf

Ein Sicherheitsteam durchsucht den Bitcoin-Code mit chinesischen KI-Modellen und findet tausende Schwachstellen.

13. August 2026 · 22:41 · 2 Min. Lesezeit
Ein digitaler Sicherheitsscan von Bitcoin-Code auf einem dunklen Computerbildschirm

Das sogenannte Bitcoin Red Team durchsucht derzeit das gesamte Open-Source-Ökosystem der größten Kryptowährung nach Sicherheitslücken. Dabei setzt die Freiwilligengruppe um den pseudonymen Entwickler „Calle“ gezielt auf chinesische Künstliche Intelligenz, um Restriktionen amerikanischer Anbieter zu umgehen.

Die Sicherheitsforscher kombinieren KI-Tools mit menschlichen Überprüfungen, um Wallets, Software-Bibliotheken und andere Kernkomponenten des Netzwerks zu analysieren. Gefundene Schwachstellen werden den Entwicklern privat gemeldet, damit diese behoben werden können, bevor sie an die Öffentlichkeit gelangen.

Chinesische KI-Modelle umgehen US-Restriktionen

Das Red Team verlässt sich für seine Audits maßgeblich auf Modelle wie Kimi K3 des chinesischen Start-ups Moonshot AI sowie GLM 5.2 von Z.ai. Zuvor hatte die Gruppe auch mit Systemen von OpenAI und Anthropic gearbeitet.

Laut Calle stoßen Sicherheitsforscher bei den amerikanischen Modellen jedoch häufig auf strenge Nutzungsbeschränkungen. Die chinesischen Alternativen lassen sich hingegen flexibler einsetzen und können große Code-Basen ohne ständige Erlaubnisabfragen tiefgreifend analysieren.

Tausende Schwachstellen im digitalen Gold entdeckt

Die bisherigen Ergebnisse der KI-gestützten Code-Analyse fallen massiv aus. Bereits im August meldete die Gruppe insgesamt 4.962 Funde in 390 verschiedenen Projekten.

Darunter befanden sich 85 als kritisch eingestufte Fehler sowie 635 Schwachstellen mit hohem Schweregrad. Entwickler haben bereits eine Vielzahl dieser Lücken im Code von BTC-Anwendungen bestätigt und arbeiten an Fehlerbehebungen.

Lightning-Netzwerk zeigt sich besonders anfällig

Besonders die Software rund um das Lightning-Netzwerk, welches schnelle und günstige Zahlungen ermöglicht, stellte sich als hochgradig komplex und fehleranfällig heraus. Calle bezeichnete diesen Bereich als überdurchschnittlich stark kompromittiert.

Die Sicherheitsexperten warnen dringend davor, nicht mehr gewarteten Open-Source-Projekten zu vertrauen. Gleichzeitig fordern sie Krypto-Entwickler auf, künftig eigene KI-gestützte Audit-Pipelines aufzubauen, um das Netzwerk langfristig zu schützen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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