Märkte live 18:25 MEZ · Aktualisiert

Bitcoin-Korrelation mit Gold steigt massiv durch makroökonomische Risiken

Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold erreicht durch globale Risiken einen neuen Höchstwert, während Analysten vor Rücksetzern warnen.

12. August 2026 · 13:06 · 2 Min. Lesezeit
Physische Bitcoin-Münze neben einem Goldbarren vor einem aufsteigenden Kurs-Chart

Die 90-Tage-Korrelation zwischen Bitcoin und physischem Gold hat sich dramatisch von -0,9 auf +0,7 gewandelt. Dieser starke Anstieg wird maßgeblich durch anhaltende geopolitische Spannungen und fiskalische Risiken in den USA angetrieben. Investoren suchen angesichts der unsicheren Weltlage derzeit vermehrt Zuflucht in beiden Anlageklassen.

Das Comeback des digitalen Goldes

Ki Young Ju, CEO von CryptoQuant, sieht in dieser Entwicklung die eindeutige Rückkehr des „digitalen Goldes“. Die Zulassung amerikanischer Spot-ETFs beschleunigt diesen Prozess auf institutioneller Ebene zusätzlich. Fondsmanager können nun beide Vermögenswerte unkompliziert und reguliert in denselben Portfolios abbilden.

Trotz der positiven Vorzeichen mahnt Mike McGlone von Bloomberg Intelligence zur Vorsicht. Der Analyst warnt, dass das Verhältnis von der größten Kryptowährung zu Gold nach einem kurzen Rebound wieder sinken könnte. Die aktuelle Annäherung ist laut Expertenmeinungen eher eine temporäre Allianz gegen die Inflation als ein dauerhafter Status als sicherer Hafen.

Wichtige Kursmarken für das digitale Asset

Auch aus technischer Sicht bleibt die Lage für BTC angespannt. Der Kurs notiert derzeit knapp unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 64.316 US-Dollar. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 67.000 US-Dollar könnte den Weg in Richtung 71.000 US-Dollar wieder frei machen.

Dabei darf die Abhängigkeit des Marktes vom traditionellen Tech-Sektor nicht ignoriert werden. In Phasen akuter Marktpanik tendiert das digitale Asset weiterhin dazu, parallel zum Nasdaq-Index zu fallen.

Bewegungen bei Shiba Inu und Binance

Abseits der führenden Kryptowährung zeigt sich bei Shiba Inu (SHIB) ein bemerkenswerter Trend der Konzentration. Die Anzahl der großen Wal-Adressen ist auf symbolische 0,04 Prozent aller Halter gesunken. Dennoch kontrollieren diese verbleibenden 736 Adressen weiterhin über 94 Prozent des gesamten Angebots.

Gleichzeitig verzeichnet Binance mit seinen tokenisierten Assets einen enormen Meilenstein. Das bStocks-Programm der Börse erfasst mittlerweile ein Volumen von fast 620 Millionen US-Dollar. Die Nutzerbasis wuchs dabei sprunghaft um 399 Prozent auf über 222.000 Adressen an.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Ähnliche Artikel

Bitcoin steuert auf August-Tiefs zu: Binance-Liquidierungen belasten Kurs

Bitcoin-Verkaufsdruck sinkt nach 4-Milliarden-Dollar-Rückgang bei Tether

Bitcoin-Wale akkumulieren 46.420 BTC während Kleinanleger verkaufen