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Bitcoin-Gebühren fallen auf 10-Jahres-Tief – Miner setzen auf KI

Die Einnahmen aus Transaktionsgebühren erreichen historische Tiefststände und zwingen Bitcoin-Miner zur Neuorientierung.

12. August 2026 · 10:16 · 2 Min. Lesezeit
Physische Bitcoin-Münze neben leistungsstarker Server-Hardware für KI und Mining

Die Einnahmen der Bitcoin-Miner aus Transaktionsgebühren sind auf ein historisches 10-Jahres-Tief gefallen und machen aktuell weniger als 0,7 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Angesichts sinkender Profitabilität und anhaltend hoher Produktionskosten wenden sich immer mehr Mining-Unternehmen nun dem lukrativeren Sektor der Künstlichen Intelligenz (KI) zu.

Einnahmen aus Gebühren auf dem Stand von 2016

Daten der On-Chain-Analyseplattform Glassnode zeigen, dass die Gebührenanteile seit Monaten kontinuierlich sinken und im April einen Tiefstwert von nur 0,52 Prozent erreichten. Das letzte Mal, als dieser Anteil so niedrig ausfiel, notierte die größte Kryptowährung bei unter 400 US-Dollar.

Wenn die Einnahmen aus Transaktionsgebühren wegbrechen, sind die Netzwerkteilnehmer fast vollständig auf die feste Blockbelohnung angewiesen. Diese sogenannte Block Subsidy liegt aktuell bei 3,125 BTC pro erfolgreich geschürftem Block.

Produktionskosten übersteigen den BTC-Kurs

Die sinkenden Margen der Miner werden durch die derzeitigen Marktbedingungen weiter verschärft. Laut Analysen von Checkonchain belaufen sich die durchschnittlichen Kosten für die Produktion eines einzigen Bitcoins aktuell auf rund 78.254 US-Dollar.

Damit liegen die Ausgaben um fast 23 Prozent über dem derzeitigen Kassakurs des digitalen Goldes. Für viele kleinere Akteure bedeutet dieser enorme Margendruck das vorläufige Aus am Markt, da sie die hohen Stromkosten nicht mehr decken können.

Hashrate sinkt durch Abwanderung in den KI-Sektor

Die schwindende Profitabilität wirkt sich inzwischen messbar auf die Infrastruktur von BTC aus. Die Hashrate, welche die gesamte Rechenleistung des Netzwerks darstellt, ist seit ihrem Höhepunkt im vergangenen Oktober um rund 33 Prozent eingebrochen.

Der unabhängige Analyst William Clemente bezeichnet diesen Trend in einer aktuellen Marktauswertung als besorgniserregend. Anstatt im Krypto-Sektor zu verbleiben, nutzen viele große Unternehmen ihre leistungsstarke Hardware zunehmend für lukrativere High-Performance-Computing-Aufgaben im KI-Bereich.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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