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Bitcoin findet noch keinen Boden – On-Chain-Daten zeigen Miner-Verkäufe

Ein aktueller Bericht von CryptoQuant zeigt, dass Bitcoin-Miner weiterhin verkaufen, Panik am Markt jedoch ausbleibt.

22. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Physische Bitcoin-Münze im Vordergrund vor einem unscharfen digitalen Kurs-Chart

Bitcoin (BTC) befindet sich aktuell in einer Konsolidierungsphase zwischen 76.000 und 78.500 US-Dollar, während On-Chain-Daten auf ein anhaltendes Zögern der Marktteilnehmer hindeuten. Ein neuer Bericht des Analyseunternehmens CryptoQuant zeigt, dass insbesondere Miner noch keinen finalen Marktboden für die größte Kryptowährung erreicht sehen.

Binance Pool zeigt sinkende Miner-Reserven

Als zentraler Indikator dient der Rückgang der Miner-Reserven im Binance Pool. Da dieser einen großen Teil der weltweiten Hashrate abbildet, gelten seine Daten als zuverlässiger Maßstab für die allgemeine Marktstimmung. Die sinkenden Reserven deuten darauf hin, dass die Schürfer weiterhin Bestände abverkaufen.

Dieser kontinuierliche Verkaufsdruck resultiert in der Regel aus operativen Notwendigkeiten. Die Akteure bringen ihre Coins auf den Markt, um laufende Betriebskosten zu decken, anstatt sich vollständig aus dem Handel zurückzuziehen.

Keine Panikverkäufe beim digitalen Gold

Trotz der stetigen Verkäufe bleiben historisch typische Panikreaktionen aus. Der sogenannte Miners‘ Position Index (MPI) verharrt im negativen Bereich, was auf ein verhältnismäßig ruhiges Vorgehen der Netzwerkteilnehmer hindeutet. Die Abgaben sind demnach wirtschaftlich getrieben und stellen keinen massenhaften Fluchtversuch dar.

Das Risiko eines abrupten Kurssturzes stuft CryptoQuant daher als aktuell gering ein. Das digitale Gold zeigt eine gewisse Widerstandsfähigkeit, auch wenn der große Ausbruch auf sich warten lässt.

Puell Multiple bestätigt angespannte Lage für BTC

Ein weiterer On-Chain-Indikator, der Puell Multiple, stützt diese analytische Einschätzung. Der Wert liegt weiterhin unter eins, was eine historische Schwäche bei den Einnahmen der Miner signalisiert. Die Leitwährung liefert derzeit nicht die notwendigen bullischen Impulse, um eine aggressive Akkumulation zu rechtfertigen.

Stattdessen verharren die Akteure in einer abwartenden Haltung. Laut den Analysten ist ein solches Verhalten oft in der Nähe von Bodenbildungen zu beobachten, auch wenn diese noch nicht final abgeschlossen sind.

Seitwärtsbewegung bleibt das wahrscheinlichste Szenario

Für die kurzfristige Kursentwicklung ergibt sich ein gemischtes Bild. Während kontinuierlich neues Angebot auf den Markt fließt, fehlt gleichzeitig ein aggressiver Verkaufsdruck, der das System überlasten könnte.

Diese Konstellation deckt sich mit der aktuellen Chartstruktur von Bitcoin. Eine Fortsetzung der Seitwärtskonsolidierung bleibt vorerst das wahrscheinlichste Szenario, während große Investoren ihre Bestände im Bereich zwischen 77.000 und 81.000 US-Dollar neu verteilen.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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