Ehemaliger Ethereum-Entwickler fordert Milliarden-Organisation für ETH
Ex-Forscher Dankrad Feist fordert eine neue, auf Profit ausgerichtete Milliarden-Organisation für das Ethereum-Netzwerk.
Der ehemalige Forscher der Ethereum Foundation, Dankrad Feist, hat die Gründung einer neuen Organisation mit einem Budget von mindestens einer Milliarde US-Dollar gefordert. Dieser Vorstoß erfolgt inmitten wachsender Kritik an der aktuellen Führung und anhaltender Kursverluste der zweitgrößten Kryptowährung.
Kritik an Vitalik Buterin und der Ethereum Foundation
Laut Feist benötigt die neue Struktur einen Vorstand, der explizit auf eine Wertsteigerung von ETH abzielt. Zudem forderte er einen kompetenten Anführer, der bereit sei zu kämpfen.
Diese Aussage werten Beobachter als direkten Seitenhieb gegen Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin. Die bisherige Ethereum Foundation (EF) hält laut dem Ex-Forscher mittlerweile weniger als 0,1 Prozent aller im Umlauf befindlichen Ether.
Finanzierung durch Staking-Gebühren
Um das ehrgeizige Budget von einer Milliarde US-Dollar aufzubringen, schlägt Feist vor, Einnahmen aus Staking-Gebühren heranzuziehen. Bislang fließen diese Erträge nicht in die Kassen der Ethereum Foundation.
Eine wirtschaftlich neu ausgerichtete Organisation sei zwingend notwendig, um das Netzwerk langfristig zu retten und wettbewerbsfähig zu halten.
Interne Unruhen und schwache Kursentwicklung
Die Äußerungen fallen in eine Zeit interner Turbulenzen bei der Ethereum Foundation, bei der allein in dieser Woche zwei hochrangige Mitglieder zurückgetreten sind. Hintergrund ist ein im März veröffentlichtes Strategiepapier der EF, das Profitstreben und aktives Marketing zugunsten technologischer Ideale strikt ablehnt.
Währenddessen kämpft die Smart-Contract-Plattform mit einer schwachen Marktentwicklung. Nach einem Hoch in der Nähe der 5.000-Dollar-Marke im vergangenen Sommer fiel der Kurs zwischenzeitlich um fast 57 Prozent auf rund 2.100 US-Dollar.


