Bitcoin-Wal verschiebt 500 alte BTC wegen neuer Quanten-Bedrohung
Ein früher Investor verschiebt 500 Bitcoin nach zehn Jahren Inaktivität wegen Risiken durch Quantencomputer.
Ein unentdeckter Krypto-Wal hat erstmals seit über einem Jahrzehnt 500 Bitcoin auf eine neue Adresse übertragen. Diese Transaktion fällt zeitlich mit neuen Warnungen vor den Gefahren von Quantencomputern für die älteste Kryptowährung zusammen.
Quanten-Bedrohung rückt in den Fokus
Der Analyst Maartunn von CryptoQuant entdeckte die massive On-Chain-Bewegung der lange ruhenden Coins. Ein aktueller Bericht des Analyseunternehmens Glassnode liefert eine mögliche Erklärung für das plötzliche Erwachen des Investors.
Den Daten zufolge sind derzeit etwa 30,2 Prozent des gesamten BTC-Angebots potenziell durch zukünftige Quanten-Angriffe gefährdet. Das entspricht rund 6,04 Millionen Einheiten des digitalen Goldes.
Die Schwachstelle betrifft insbesondere Adressen aus der Satoshi-Nakamoto-Ära, bei denen der öffentliche Schlüssel (Public Key) bereits auf der Blockchain sichtbar ist. Ein leistungsstarker Quantencomputer könnte theoretisch aus diesem bekannten Schlüssel den privaten Zugangscode berechnen.
Börsenbestände zeigen unterschiedliche Risikoprofile
Auch große Handelsplätze sind von dieser theoretischen Gefahr betroffen. Etwa 1,66 Millionen BTC auf Krypto-Börsen fallen in diese Risikokategorie, wobei die Plattformen unterschiedlich stark exponiert sind.
Während bei Coinbase lediglich rund fünf Prozent der Bestände als anfällig gelten, schätzen Experten den Anteil bei Binance auf 85 Prozent. Bei Bitfinex sollen sogar fast 100 Prozent der gehaltenen Einheiten betroffen sein.
Technologische Fortschritte zwingen zum Handeln
Die Sorge der frühen Investoren ist nicht unbegründet, da die Entwickler von Quantencomputern das reine Laborstadium verlassen. Technologiegiganten wie IBM planen bereits bis 2029 den Aufbau von extrem leistungsfähigen Systemen.
Krypto-Experten wie der Blockstream-Gründer Adam Back fordern daher präventive Upgrades für das Netzwerk. Offenbar wollen einige langfristige Halter dieses Risiko nicht abwarten und sichern ihre Bestände bereits heute proaktiv auf neuen Wallets ab.


