Bitcoin-Angebot schrumpft: Binance registriert Abfluss von 500.000 BTC
Binance verzeichnet einen massiven Abfluss von Bitcoin, was den Verkaufsdruck am Kryptomarkt drastisch reduzieren könnte.
Der Forschungsarm der Kryptobörse Binance hat einen drastischen Rückgang des Bitcoin-Angebots auf Handelsplattformen festgestellt. Seit dem Höchststand während der Corona-Pandemie wurden rund 500.000 BTC von den Börsen abgezogen. Dies führt zu einem Sechsjahrestief der verfügbaren Reserven.
Diese Entwicklung deutet auf einen potenziellen Angebotsschock hin. Laut Binance Research weisen gleich vier On-Chain-Metriken darauf hin, dass der Verkaufsdruck am Markt aktuell erheblich nachlässt.
Langzeitinvestoren dominieren den Markt
Den Analysten zufolge haben sich fast 60 Prozent der zirkulierenden Menge der größten Kryptowährung seit über einem Jahr nicht bewegt. Im Januar 2024, zeitgleich mit der Zulassung der US-Spot-ETFs, erreichte diese sogenannte Dormancy-Rate mit 69,5 Prozent ihren Höhepunkt.
Selbst nach den jüngsten Marktschwankungen halten Investoren an dem digitalen Gold fest. Dies reduziert die Menge an Coins drastisch, die bei kurzfristigen Preisrallyes oder Volatilitätsschüben überhaupt verkauft werden könnten.
SLRV-Ratio signalisiert Ende kurzfristiger Spekulationen
Ein weiterer wichtiger Indikator ist die SLRV-Ratio, die das Verhältnis von kurz- zu langfristiger Coin-Aktivität misst. Dieser Wert befindet sich laut Binance derzeit tief in einer historischen Bodenzone.
Kurzfristige Spekulanten haben den Markt demnach größtenteils verlassen. Stattdessen liegt die Kontrolle über die aktive Angebotsmenge nun primär in den Händen von überzeugten Langzeit-Haltern.
Börsenbestände fallen auf neues Tief
Der direkteste Hinweis auf eine Verknappung ist jedoch der Rückgang der Börsenbestände. Während zum Höhepunkt der Pandemie noch 17,6 Prozent aller Bitcoin auf Handelsplattformen lagen, sind es heute nur noch 15,0 Prozent.
Für die künftige Kursentwicklung von BTC bedeutet dieser strukturelle Wandel eine deutlich stärkere Widerstandsfähigkeit. Ohne ausreichendes Angebot auf den Börsen könnten künftige Nachfrageschübe unmittelbarere Auswirkungen auf die Preisbildung haben.


