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Bitcoin-ETFs verzeichnen zweite Woche Zuflüsse – Erholung stagniert

US-Bitcoin-ETFs verzeichnen erneut Millionenzuflüsse, doch Analysten warnen vor anhaltender Schwäche bei der Kursentwicklung.

20. Juli 2026 · 09:41 · 2 Min. Lesezeit
Ein roter und ein grüner Pfeil über einem Bitcoin-Chart, der die aktuellen ETF-Zuflüsse und Kursbewegungen symbolisiert.

US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen die zweite Woche in Folge Kapitalzuflüsse in Höhe von 75,7 Millionen US-Dollar. Trotz dieses positiven Trends sehen Analysten aktuell keine ausreichende Nachfrage, um einen nachhaltigen Aufwärtstrend für die größte Kryptowährung einzuleiten.

Zuflüsse bei Bitcoin-ETFs stoppen Abwärtstrend

Die in den USA gelisteten Spot-Fonds für das digitale Gold ziehen wieder vermehrt Investorengelder an. Laut Daten von SoSoValue summierten sich die Nettozuflüsse in der Woche bis zum 17. Juli auf 75,7 Millionen US-Dollar.

Damit setzt sich die positive Entwicklung der Vorwoche fort, in der bereits 197,4 Millionen US-Dollar in die Anlageprodukte flossen. Für den gesamten Juli belaufen sich die ETF-Zuflüsse bisher auf rund 200 Millionen US-Dollar.

Dieser Kapitalzufluss bietet dem Markt eine spürbare Erleichterung. Der Vormonat Juni war noch von massiven Abflüssen geprägt, was den Kurs der Leitwährung zeitweise stark unter Druck setzte.

Wichtige Kursmarken für den nächsten BTC-Ausbruch

Obwohl die frischen Kapitalströme den Verkaufsdruck mildern, reicht die aktuelle Kaufdynamik laut Marktexperten nicht für eine breite Trendwende aus. Simon-Peter Massabni, Leiter der Geschäftsentwicklung bei XS.com, betont, dass der bisherigen Erholung die echte Stärke fehle.

Um einen neuen Aufwärtstrend zu bestätigen, müsse der Kurs die Spanne von 65.000 bis 65.500 US-Dollar entscheidend durchbrechen. Die jüngsten Zuflüsse wertet der Analyst primär als Zeichen für einen nachlassenden Verkaufsdruck und noch nicht als großflächige Rückkehr institutioneller Investoren.

Citigroup senkt Prognose für ETF-Kapital drastisch

Die verhaltene institutionelle Nachfrage spiegelt sich auch in den revidierten Prognosen großer Finanzinstitute wider. Die Citigroup hat ihre Erwartungen für ETF-Zuflüsse in den kommenden zwölf Monaten kürzlich von 10 Milliarden US-Dollar auf null gesenkt.

Gleichzeitig korrigierte die Bank ihr langfristiges Kursziel für BTC von 112.000 auf 82.000 US-Dollar nach unten. Den Märkten fehle derzeit ein starker Katalysator, um den leichten Rebound in einen echten Bullenmarkt zu verwandeln.

Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas zieht derweil Parallelen zur historischen Entwicklung von Gold-ETFs. Beide Anlageklassen würden ein klares Muster aus rasanter Adaption aufweisen, auf die typischerweise ausgedehnte Phasen schwächerer Performance folgen können.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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