Bitcoin-ETFs erzielen stärkste Woche seit April mit Milliarden-Zufluss
US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen mit einer Milliarde US-Dollar Nettozufluss die stärkste Handelswoche seit April.
US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs haben in dieser Woche Nettozuflüsse von rund einer Milliarde US-Dollar verzeichnet. Damit erlebten die Anlageprodukte ihre stärkste Woche seit April und die drittbeste seit Oktober vergangenen Jahres.
Der rasante Anstieg signalisiert eine erneute institutionelle Nachfrage nach der größten Kryptowährung.
Der stille Börsengang für das digitale Gold
Bloomberg-Analyst Eric Balchunas bezeichnete diese Periode der starken Zuflüsse als den stillen Börsengang von Bitcoin. Der Begriff geht auf den Investor Jordi Visser zurück und beschreibt einen fundamentalen Wechsel in der Anlegerstruktur.
Demnach verkaufen frühe Investoren ihre Bestände zunehmend an institutionelle Käufer und ETFs. Dies schuf ausreichend Angebot, um den Kurs von BTC trotz erheblichen neuen Kapitals vorübergehend in Schach zu halten.
Diese Umverteilung führte in den vergangenen Monaten zu eher ungleichmäßigen Kapitalflüssen. Die aktuelle Erholung der Nachfrage bewerten Experten daher als besonders bemerkenswertes Signal für den Markt.
Coldcard-Hack lenkt Fokus auf regulierte Verwahrung
Der jüngste Aufschwung bei den Fonds fällt zeitlich mit einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall in der Krypto-Branche zusammen. Bei einem Exploit der beliebten Hardware-Wallet Coldcard des Entwicklers Coinkite wurden rund 116 Millionen US-Dollar in Bitcoin gestohlen.
Eine Schwachstelle in der Firmware ermöglichte es Angreifern, die Schlüssel der betroffenen Wallets zu kompromittieren. Laut Balchunas könnte dieser Vorfall die Attraktivität von börsengehandelten Fonds weiter steigern.
Investoren, die die technischen Risiken der Selbstverwahrung meiden wollen, könnten langfristig vermehrt in die regulierten Finanzprodukte umschichten. Die aktuellen Milliarden-Zuflüsse unmittelbar nach dem Hack deuten zumindest auf einen möglichen Zusammenhang hin.


