Bitcoin droht Fall unter 50.000 US-Dollar – Zwei August-Events entscheidend
Schwache On-Chain-Daten und zwei bevorstehende US-Wirtschaftstermine könnten den Bitcoin-Kurs im August stark belasten.
Der Bitcoin-Kurs schwächelt aktuell an der Marke von 64.000 US-Dollar und droht in eine tiefergehende Korrektur überzugehen. Ausgelöst durch Gewinnmitnahmen großer Investoren und zwei bevorstehende makroökonomische Ereignisse in den USA, verdichten sich die Anzeichen für einen möglichen Preisverfall der größten Kryptowährung auf unter 50.000 US-Dollar.
Bärisches Chartbild und Wal-Verkäufe
Historisch gesehen ist der August ein schwieriger Monat für das digitale Gold. In sechs der letzten acht Jahre schloss BTC den Handelsmonat mit Verlusten ab, was eine schwache Ausgangsbasis für Käufer darstellt.
Auch das aktuelle Chartbild verdeutlicht diese Schwäche. Es hat sich ein sogenanntes Double-Top formiert, ein bärisches Umkehrmuster, bei dem der Kurs zweimal am selben Widerstand gescheitert ist.
Parallel dazu ziehen sich große Investoren aus dem Markt zurück. On-Chain-Daten zeigen, dass Wal-Adressen mit Beständen zwischen 10.000 und 100.000 BTC ihre Positionen verkleinern. Auch langfristige Halter, die im Juli noch zu den Käufern zählten, sind Anfang August massiv auf die Verkäuferseite gewechselt.
US-Wirtschaftsdaten als Kursrisiko
Neben dem schwachen technischen Fundament stehen zwei US-Ereignisse an, die den Kryptomarkt in der Vergangenheit oftmals stark bewegt haben. Den Auftakt macht der kommende US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.
Ökonomen erwarten schwache Arbeitsmarktdaten mit rund 80.000 neuen Stellen und einer Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent. Da schlechte Arbeitsmarktdaten zuletzt Rezessionsängste schürten, reagierte der Markt in ähnlichen Situationen seit 2023 meist mit fallenden Kursen.
Das Jackson Hole Symposium im Fokus
Ende August folgt das wirtschaftspolitische Symposium in Jackson Hole. Dort wird eine restriktive Rede der US-Notenbank erwartet, die den Markt zusätzlich unter Druck setzen könnte.
Bereits 2022 sorgten falkenhafte geldpolitische Äußerungen auf diesem Treffen dafür, dass die Leitkryptowährung massiv einbrach. Da die Märkte derzeit eher mit längerfristig hohen Zinsen als mit baldigen Zinssenkungen rechnen, bleibt das Chartbild vorerst anfällig für makroökonomische Enttäuschungen.


