Argentinien öffnet Finanzmarkt für Bitcoin durch neues Krypto-Gesetz
Argentinien legt einen Gesetzentwurf vor, der Anlagefonds Investitionen in Bitcoin und Krypto-Assets ermöglichen soll.
Argentinien hat einen umfassenden Gesetzentwurf zur Deregulierung vorgelegt, der Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte in den traditionellen Finanzsektor integrieren soll. Der von Deregulierungsminister Federico Sturzenegger eingebrachte Vorschlag zielt darauf ab, die heimischen Kapitalmärkte durch den Einsatz von Blockchain-Technologie gezielt zu modernisieren.
Anlagefonds dürfen in Krypto investieren
Das geplante Gesetz erlaubt es Investmentfonds und Finanzplattformen künftig, Kryptowährungen offiziell in ihre Portfolios aufzunehmen. Voraussetzung dafür ist die ausdrückliche Genehmigung der argentinischen Wertpapieraufsicht Comisión Nacional de Valores (CNV).
Die Regierung betont, dass digitale Assets mittlerweile als ernstzunehmende Anlageklassen gelten. Dennoch stellt der Entwurf sicher, dass Anlageverwalter nicht wahllos Bitcoin oder andere Token kaufen, sondern strikte regulatorische Vorgaben des traditionellen Finanzmarktes einhalten müssen.
Tokenisierung und Smart Contracts im Fokus
Neben direkten Investments treibt das südamerikanische Land die Tokenisierung von Real-World-Assets (RWA) voran. Die Ausgabe, Verwahrung und der Handel von traditionellen Wertpapieren sollen künftig direkt über die Blockchain abgewickelt werden.
Dies soll den Kapitalmarkt laut dem Entwurf nicht nur beschleunigen, sondern auch deutlich kosteneffizienter gestalten. Parallel dazu plant die Regierung die rechtliche Anerkennung von Smart Contracts, um Finanzprozesse, Verträge und Zahlungen rechtssicher zu automatisieren.
Krypto als Kreditsicherheit und Schutzmaßnahmen
Eine weitere weitreichende Neuerung ist die geplante Möglichkeit, die größte Kryptowährung und verwandte Assets als offizielle Kreditsicherheit zu hinterlegen. Dies erleichtert Investoren den direkten Zugang zu klassischen Finanzdienstleistungen.
Gleichzeitig verschärft das Land den Anlegerschutz in anderen Bereichen. Ein parallel eingebrachter Gesetzentwurf soll Banken und Krypto-Börsen künftig verbieten, Krypto-Transaktionen für nicht lizenzierte Online-Glücksspielplattformen abzuwickeln.


